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Cobra PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
21.12.2008

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Sylvester Stallone mal wieder…1984 war dieser ganz traurig, nachdem er doch nicht die Titelrolle für Beverly Hills Cop bekam. Seine „Vision“ des Films war zu teuer, am Ende wohl nicht die schlechteste Entscheidung. Stallone war zwei Jahre lang traurig und bastelte dann Teile seiner Version von BHC in einen eigenen Film ein: Cobra.
Gleichzeitig basiert der auch noch auf einem Roman von Paula Gosling, aber es fragwürdig, wie viel davon wirklich übernommen wurde.

Stallone spielt natürlich die Hauptrolle und so einen Cop, der in erster Linie darauf bedacht zu sein scheint, möglichst cool zu wirken. Seine Catchphrases (“This is where the law stops and I start - sucker!” “I don't deal with psychos. I put 'em away“) sind ja noch in Ordnung, denn die gehören zu Actionfilmen. Aber man muss sich den Typ einfach mal ansehen: Dreitagebart, Sonnenbrille, Streichholz im Mund und obgleich der Film in Los Angeles spielt, muss natürlich ein langer Mantel her. Es wirkt schon mehr wie eine Karrikatur und man kann das zu keiner Sekunde ernst nehmen – und dann hört dieser „coole“ Typ auf den Namen Marion.
Marion?
Was ist das denn für ein Name? Selbst John Wayne hat erkannt, dass man damit keinen Blumentopf gewinnt und sich schnell einen Künstlernamen ausgedacht. Unser Cop dachte sich das wohl auch, aber ihm fiel nichts Besseres als Cobra ein und wie wir alle Wissen, taugt dieser Begriff höchstens für eine Karateschule.

Der Film öffnet mit einer zünftigen Schießerei in einem Supermarkt und verfällt dann recht schnell in langweiliges Gelaber. Zwischendrin wird der eigentliche Bösewicht eingeführt: Night Slasher. Das könnte auch ein Charakter aus einem Capcom Prügelspiel sein. Er heißt so, weil er stets bei Nacht angreift und obwohl er (und seine bizarren Kumpels – sie bilden natürlich einen Kult) mit Äxten unterwegs sind, setzt er zum Morden ein kleines Messer ein (Das oft genug in Großaufnahme eingefangen wird, was schon bald nervt).
Marion Cobretti denkt sich wohl in bester Duke Nukem Tradition „Nobody kills our chicks and lives“ und macht sich sofort auf die Jagd nach den bösen Unholden.
Die Fieslinge haben es dann erstmal auf ein Opfer abgesehen, eine Frau die weiß, wie Night Slasher aussieht und das darf natürlich nicht sein. Also wird sie mal eben gejagt.

An sich könnte Cobra ein netter Actionstreifen in bester Tradition der 80er sein. Es gibt Sprüche, ein paar nette Scheißereien, ein Showdown und die typisch platten Charaktere. Trotzdem ermüden einige Längen und viele Gesprächsszenen, die den Film kaum voranbringen, recht schnell.

Was gibt es zu den Schauspielern zu sagen…
Stallone ist Stallone, mehr muss man wohl nicht schreiben. Der böse Night Slasher wird von Brian Thompson gespielt, den man in erster Linie aus 43000 Serien (X-Files, Star Trek, Buffy, Key West) kennt. Nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt glaubwürdig.
Das arme weibliche Opfer wird von Brigitte Nielsen gespielt, die dank Stallone in vielen Filmen rumhüpfte und in allen grausam schlecht war. So auch hier.
Andrew Robinson (Dirty Harry, Hellraiser) spielt noch mit und wo wir bei Dirty Harry Darstellern sind: Reni Santoni spielte dort den Sidekick Harrys namens Gonzalez (und spielt hier ebenfalls mehr oder weniger den Sidekick, namens...Gonzales…)
In einer ultrakurzen Nebenrolle tritt noch David Rasche auf. Leider stirbt der so schnell, das man nicht mal freudig Sledge Hammer rufen kann ohne seinen Tod zu verpassen. Buh!

Neben der Tatsache, das man versucht alles zu „cool“ zu machen, hat Cobra auch das Problem eines dünnen Drehbuchs, mit dem man wohl nicht mal 45 Minuten interessant füllen könnte. So ist der Film irgendwie vergessenswert.

Bewertung
4/10
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