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Cyborg PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
27.02.2007

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Die Apokalypse brach zum rund 5 millionsten Mal über die Welt herein und das ausgerechnet in den 80ern. Also darf man sich nun mit in Lumpen verpackten Dauerwellen rumschlagen.
Aber es kommt ja noch schlimmer, denn leider haben auch Jean-Claude van Damme und Ralph Moeller (der sich bei diesem Film Rolf Muller nennt) überlebt.
Eine Story hat sich auch irgendwo versteckt. Die Apokalypse also - und ein fieser Virus rottet so langsam die überlebende Menschheit dahin. Aber es gibt ein Gegenmittel in Form eines Cyborgs. Unser Held Gibson Rickenbacker soll den Cyborg nach Atlanta bringen und  natürlich gibt es einen Bösewicht der das verhindern will und das ist der böse Fender Tremolo, der den Cyborg mit seiner Bande fies dreinblickender Gesellen entführt. Natürlich kann Gibson das nicht zulassen und so entbrennt der klassische Kampf zwischen Gibson und Fender.

 
Eigentlich liegt man ja schon bei den Namen der Protagonisten vor Lachen am Boden. Gibson Rickenbacker, Fender Tremolo, Marshall Strat und Pearl Prophet rennen durch verlassene Lagerhallen und spielen Apokalypse. Wer auch immer auf die Idee mit diesen Namen kam, hat einen Oscar verdient.
Um den Film gibt es auch das Gerücht, dass es der zweite Masters of the Universe Film werden sollte. Inwiefern das beim Drehbuch stimmt, weiß wohl niemand. Tatsächlich aber waren einige der Kulissen sowohl für Masters of the Universe 2 als auch für einen Spiderman Film geplant. Da Canon zur damaligen Zeit aber schon praktisch bankrott war, konnte man sich die Lizenzen (zum Glück) nicht leisten. Aber irgendwas muss ja mit den Kulissen gemacht werden und so machte Albert Pyun Cyborg. Pyun wird gerne mal mit Ed Wood verglichen, nicht zu Unrecht, denn auch er hat recht merkwürdige Vorstellungen von Filmen. So wollte er Cyborg tatsächlich als eine Art Oper inszenieren, ohne Dialoge und in Schwarz/Weiß. Bevor Canon endgültig Pleite ging, konnten sie das zumindest verhindern. Trotzdem sieht man hier den klassisch verzweifelten Versuch eines B-Film Produzenten in seinen Trashstreifen so etwas wie Handlung und Dramatik einzuführen und während Gibson am Kreuz hängt, kommt eine wunderbar überflüssige Rückblende auf bessere Tage.

 
Schlussendlich ist es dann aber eben doch ein ganz normaler B-Actionstreifen, mit den für dieses Genre typisch dummen Dialogen, massig Klischees und sehr viel Action. Tatsächlich kommt Cyborg auch einigermaßen brutal daher, Blut gibt es und man sieht mitunter gekreuzigte Leichen. Für Deutschland war das wohl zu viel und so wurde der Streifen glatt indiziert und seitdem läuft im Fernsehen nur noch eine um ganze 22 Minuten verstümmelte Fassung.

 
Zum Film selbst braucht man eben nicht viel sagen. Er ist Trash und gleichzeitig auch einer der ganz wenigen Filme wo van Damme schauspielerisch überzeugen kann, was jetzt aber nicht heißt das er so genial spielt, aber verglichen mit dem Dreck den er sonst abliefert ist das hier ordentlich.

 
Ansehen sollte man sich den Film auf jeden Fall mit der deutschen Synchro, denn die ist mies. Am besten ist hierbei die Stimme von Fender Tremolo, die klingt so als würde er jeden Tag 10 Liter Whisky saufen und 20 Schachteln Zigaretten fressen. Noch nie zuvor habe ich so eine fiese, grunzende Stimme gehört und sie passt natürlich so absolut gar nicht zu diesem Typen.

 
Bei Cyborg gilt einfach Hirn ausschalten und über den gezeigten Mist lachen.

8,5/10

Bewertung
8,5/10
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