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Das Todesschwert der Ninja PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
02.08.2008

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Hokus Pokus
Wer damit nicht viel anfangen kann, kennt den Film nicht. Hokus Pokus, das ist die Ninjamagie oder irgendwie so was.
Das Todesschwert der Ninja soll tatsächlich ein Film sein, auch wenn er in extremer Homevideooptik daher kommt und man wohl vermuten darf, dass mal Godfrey Ho dahinter steckt.
Godfrey Ho.
Das bedeutet natürlich Recycling alter Szenen und scheinbar wurde der Film mal wieder mit Hilfe zweier anderer Filme produziert.

Worum es in dem Film geht, ist schon schwerer zu erläutern. Ein Todesschwert taucht nicht auf, auch Ninjas sieht man nur ab und zu. Es geht viel mehr um irgendeine Formel, eine Formel für eine bakteriologische Waffe. Diese hat Tanaka entwickelt und dann irgendwo vergraben. Dann tauchen schlechte Martial Arts Kämpfer auf und Russen und Japaner und in der Mitte des Films wird dann plötzlich von einem goldenen Horn gefaselt.
Nein, die Handlung ist wirr, merkwürdig und ergibt keinen Sinn.
Aber wer braucht bei solch einem Film schon eine Handlung?!

Unsere Hauptfiguren sind besagter Tanaka, zwei Karatekämpferinnen, die davon nicht viel Ahnung haben und ein Typ namens Mark, der auch noch rumhüpft. Generell sind die Namen lustig, die zwei Mädels sind zwar Asiatinnen, heißen aber Becky und Brenda. Eine von ihnen hat eine kurze Hose mit der Südstaatenflagge drauf an…
Generell sind die Kleidungen eines der Highlights. Wo sonst hat man Martial Arts Kämpfer mit Fönfrisur, kurzer Hose und Hawaiihemd? Grellste Farben im Neonstil von Grün bis Gelb dominieren und man muss mal wieder Angst um den Fernseher haben. Auch die Kulissen sind kaum besser. Die „russische Botschaft“ besteht beispielsweise aus einem simplen Hotelzimmer.

Der böse Oberrusse heißt Martin, spricht mit einem penetrant schlechten „Russendialekt“ und dann gibt’s eben den einen einsamen Ninja, eingewickelt in weißen Stoff. Tragen Ninjas üblicherweise nicht schwarz? Und warum bezeichnet er sich als Samurai? Fragen über Fragen, die nie irgendwo beantwortet werden.

Hokus Pokus
Das ist die Magie die Mark einsetzt (und, wie später erläutert wird, ist Mark kein Einheimischer sondern Ausländer…was man wohl nie gedacht hätte bei dem Namen). Er hebt seine Finger hoch und schon erzeugt er Flammen und kann mit dem Feuer lustig rumfuchteln. Auch das wirkt reichlich billig.

Der Film bietet neben peinlich schlechter Optik, Overacting ohne Ende und einer wirren Story auch die lächerlichsten und schrägsten Dialoge aller Zeiten. Ansehen auf Deutsch ist Pflicht, die schlechten Sprecher tragen viel zum Spaß bei:  
“Brenda, kennst du dich selbst?“
“Natürlich!“
“Und Mark ist dein Onkel?“
“Natürlich! Warum?“
“Du irrst dich! Ich versuch dir das mal zu erklären: Bist du wirklich Marks Nichte? Ich möchte, dass du sorgfältig darüber nachdenkst!“
“Was sagst du da?“
“Ich warne dich. Lass dich von niemandem täuschen, auch nicht von deinem so genannten Onkel!“
“Ich weiß, was ich tue. Meine Eltern wurden getötet durch Tanakas grauenvolle, bakteriologische Tests.“
“Wann war das?“
“Während des zweiten Weltkriegs.“
“Brenda… wie alt bist du denn?“
“Warum?“
“Ha, Auch wenn du gegen Ende des 2. Weltkrieges geboren wärst, wärst du über vierzig. Kapiert!? Hast du die Vierzig überschritten?“
“Nein…“
“Ha. Ich hab’s dir gesagt. Wir könnens nicht verleugnen. Wir sind Japaner!“
“Nein, so ein Blödsinn“
Ja, das ergibt keinen Sinn, aber so ergibt der ganze Film keinen großen Sinn. In einer anderen Szene sieht man Tanaka um einen Baum tanzen und dann gräbt er ein Loch, aber erst nachdem er sich seiner Jacke entledigt hat. Auf einmal piepst die. Ein Peilsender…warum der erst piepst, wenn die Jacke auf dem Boden liegt ergibt schon keinen Sinn. Brenda packt die Jacke und wirft sie ein paar Meter weit weg. Die Russen sind schon da, finden die Jacke, suchen nun aber verzweifelt nach Tanaka…
Auch andere Szenen sind zum Lachen schlecht. So liegen der eine Fuzzi und Brenda im Bett, man könnt ja meinen, dass sie grad ein wenig intim waren. Aber schon kommt ein Anruf und beide hüpfen in normaler Straßenkleidung aus dem Bett (und dann kommen sie wieder, die grellen Neonfarben).
Die Special Effects sind von der billigsten Sorte und auch die Schnitte sorgen für einige Lacher. Ein Typ schießt und das wird dann gleich noch 2x wiederholt, weil’s so schön war. Auch die Überblendtechniken und die Wackelkamera erwecken den Eindruck als hätte den Film irgendeine Filmschule als Übung zusammengebastelt.

Hokus Pokus oder Das Todesschwert der Ninja, ist ein Film wie man ihn nur selten zu Gesicht kriegt. Es gibt viele Trashfilme, aber nur wenige sind in allen Bereichen so wahnsinnig mies, aber unterhaltsam zu gleich. An Trashklassiker wie Troll oder Turkish Star Wars kommt es zwar nicht ran, dafür gibt es in der Mittel etwas arg viel Leerlauf, aber nach 2-3 Bier und am besten noch mit 2-3 Freunden hat man viel Spaß an diesem Trash (und bloß nicht nüchtern ansehen…)

Bewertung
8,5/10
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