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George Romeros Zombiereihe sollte ursprünglich eine Trilogie sein, Day of the Dead bildet den Abschluss und mittlerweile gibt es ja mit Land of the Dead Teil 4 der Trilogie. Manche Menschen wissen eben nicht, wann es besser ist, aufzuhören. Den Schlussstrich hätte man nach Dawn of the Dead ziehen sollen. Dieser, wie auch sein Vorgänger waren Meilensteine des Horrorfilms, auch wenn man hierzulande wohl anderer Meinung war und Dawn of the Dead gleich mal beschlagnahmt hat. Zombies sind ja auch so böse… Day of the Dead erging es nicht besser, die Indizierung ließ nicht lange auf sich warten.
Hier scheint die Menschheit schon am Ende zu sein. Zombies grunzen durch die Städte und von richtigen Menschen ist nicht mehr viel zu sehen. Lediglich eine Handvoll von ihnen haben sich in einem Bunker verschanzt. Wissenschaftler, die eine Lösung des Zombieproblems suchen und Militär, das diese beschützen sollen. Einer der Wissenschaftler, der von allen nur Frankenstein genannt wird, will einen anderen Weg gehen und die Zombies erziehen, so dass sie friedlich neben Menschen leben können. Die Militärs sind sowieso nicht gut auf die Wissenschaftler zu sprechen und würden alle Zombies am liebsten ausrotten, wenn sie die Mittel dazu hätten. Das alles spitzt sich immer weiter zu, bis alles eskaliert.
Day of the Dead musste schon bei Erscheinen viel Kritik einstecken, die durchaus berechtigt ist. Weggefallen sind die satirischen Szenen des Vorgängers und die daraus resultierende Gesellschaftskritik. Stattdessen findet man sich in einer düsteren und trostlosen Szenerie wieder, die leider vollgekleistert mit Klischees ist. Alle Charaktere wirken wie beliebige Abziehbildchen. Wir haben den aggressiven Irren Anführer des Militärs, die Soldaten halten sich sowieso für die größten Helden, die Wissenschaftler wirken recht weltfremd, wir haben einen Säufer und der Quotenschwarze darf ebenso wenig fehlen wie die Frau, die meistens dumm rumkreischt. Zumindest damit hat man sich zurückgehalten.
Man hätte den Zusammenprall dieser Gruppen sicher spannend inszenieren können, dies macht man aber erst am Ende. Die 2/3 am Anfang des Films ziehen sich in die Länge, man darf sich ein ödes Gespräch nach dem anderen ansehen, wo man wohl gar nicht versucht hat, intelligente Dialoge zu verwenden. Stattdessen gibt es viele Floskeln und belangloses Blabla, so dass man schon fast am Einschlafen ist. Mit 100 Minuten ist der Film auch deutlich zu lang, denn in einem Bunker sind die Möglichkeiten nun mal begrenzt.
Spannend wird es wie gesagt, erst am Ende, wenn die Leute langsam durchdrehen, sich gegenseitig Vorwürfe machen und Frankenstein, der versucht einen Zombie, den er Bub nennt, zu erziehen, mit Fleisch einer gefallener Soldaten tötet, was deren Anführer so gar nicht passt. Auch erst am Ende gibt es die richtig großen Splattereffekte, wenn die Zombies auftauchen. Diese Effekte sind wirklich gut gemacht und sparen nicht mit Details. Da werden Menschen auseinander gerissen, ihre Innereien fallen heraus und die Zombies fressen das alles auf und gerade wo es so richtig losgeht, ist der Film auch schon zu Ende mit einem mächtig dämlichen aufgesetzt wirkenden Happy End.
George Romeros größtes Problem bei diesem Film war wohl, dass er unbedingt einen Unrated Film machen wollte, wo er sich richtig austoben kann. Das Filmstudio wollte ihm 7 Millionen Dollar Budget geben, wenn er darauf verzichtet und den Film so dreht, das er noch ein R-Rating kriegt. Das wollte Romero nicht und so bekam er nur die Hälfte des Budgets, was dazu führte, dass man das gesamte Drehbuch änderte und es verschlechterte. Wahrscheinlich wäre der Film auf dem anderen Weg besser geworden…
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