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Der Brummbär PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
26.04.2008

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Adriano Celentano kennt man eigentlich in erster Linie als Musiker. Zumindest Azzurro kennt wohl jeder und das Lied verbindet man wohl wie kaum ein zweites mit Italien. Aber auch als Schauspieler hat er sich versucht und damit durchaus großen Erfolg gehabt.

Der Brummbär war einer der letzten Filme mit ihm und der Titel ist schon mal Programm. Celentano spielt den höllisch unsympathischen, rumbrummelnden Rechtsanwalt Tito Torrisi. Dieser trifft in den USA auf das blonde Dummchen Mary, die ebenfalls nach Italien will, aber kein Ticket hat. Missmutig stimmt er zu, sie auf seinem zweiten Platz (Er nimmt immer zwei Plätze, damit er nicht angequatscht wird) mit. In Italien will sie sich mit ihrem plötzlich reich gewordenen Liebhaber treffen, aber der verhält sich merkwürdig und ist auf einmal tot. Dafür treten drei finstere Gestalten auf.
Tito und Mary bilden ein ungleiches, absolut unpassendes Duo, auf der Flucht vor den dreien und auf der Jagd nach Geld.  

Genretechnisch tanzt der Film auf einigen Hochzeiten zwischen Slapstick-Komödie, Krimi und Abenteuerfilm, letzteres sieht man ja schon am etwas nach Indiana Jones aussehenden Filmposter.
Im Mittelpunkt des Films steht natürlich Adriano Celentano, der alle anderen Schauspieler an den Rand drängt. Aber das ist auch ganz gut so, sind seine Gestiken und Mimiken ja recht lustig mit anzusehen und einige gute Szenen, wie z.B. den Kampf gegen einen Kopiergerät, sind schon sehr unterhaltsam.

Die deutsche Synchro stammt natürlich von Rainer Brandt und ist dementsprechend flapsig, was man auch schon von den Bud Spencer und Terence Hill Filmen kennt. Letzterer wird von Thomas Danneberg gesprochen, der übernimmt hier Celentano. Dementsprechend kann man sich auf viele doofe, aber lustige Sprüche einstellen. Trotzdem sollte Brandt vielleicht mal ein paar Infos über die USA einholen: „Wenn beim Football die Boston Giants gegen die New York Yankees spielen“ – erstere gibt’s gar nicht (Das wären die New York Giants) und letztere sind ein Baseballteam. Schon ärgerlich, wenn gerade solche Nebensächlichkeiten so deutlich hervortreten.

Natürlich könnte man an dem Film so einiges kritisieren. Die Schauspieler sind eigentlich nicht sonderlich gut und die Handlung hat Plotlöcher, so groß, als wäre ein Meteor in das Drehbuch gerast. Auch einige Schnitte sind höchst merkwürdig. So stehen die beiden eben noch in einer Einöde und plötzlich bei an einer Bahnstation. Dann fällt Mary aus einem Haus und hängt an einem Gerüst. Tito streckt die Hand zur Rettung aus, es folgt ein Schnitt und beide steigen in den Bus ein. Das mag zwar alles Absicht sein, aber es wirkt einfach merkwürdig.
Abgesehen davon unterhält der Film aber ungemein, vielleicht auch deshalb weil er einfach so blöde ist. Denken darf man jedenfalls nicht.

Bewertung
6,5/10
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