Home arrow Filme arrow Der Dampfhammer von Send-Ling 22 Februar 2012  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
Der Dampfhammer von Send-Ling PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
19.12.2010

Image 

In den 70ern und 80ern Jahren war es nicht nur normal das viele Filme in Deutschland indiziert wurden sondern das sie auch zerschnitten, neu geschnitten, mehrfach vertont und mehrfach veröffentlicht wurden. Wu zhao sheng you zhao ist so ein Beispiel. Produziert im Jahr 1979 kam es zuerst unter dem Namen Schlitzohr & Schlitzauge (heutzutage ja so politisch unkorrekt) in die Kinos und kurz darauf nochmal als Der Dampfhammer von Send-Ling. Man hat es wohl den Blödelsynchros von Rainer Brandt oder Karlheinz Brunnemann zu verdanken, dass dies so populär war. Was mit Bud Spencer und Terence Hill oder Die Zwei anfing ging weiter mit Eastern.

Der Dampfhammer von Send-Ling und wer nicht ganz unwissend ist, wird schnell feststellen das mit Send-Ling wohl Sendling, ein Stadtteil von München gemeint ist. Von dort kommt Chow her auch wenn er aussieht wie er ein Chinese, aber er ist Bayer und spricht Bayrisch und hat noch einen Affen dabei. Der führt Kunststücke vor, damit will sich Chow ein paar Silberlinge verdienen um auf den White Mountain zu kommen, dort kann er nämlich Kung Fu trainieren. Zumindest ist das der Plan bis Chow in einem Dorf landet, wo er einen Feind trifft: Sek Tin, der mag Chow nicht und vergiftet deshalb dessen Affen. Was Chow dazu bringt Sek Tin zu vergiften, dummerweise frisst aber dessen Vater die vergifteten Krapfen .
Was danach folgt ist storytechnisch übliches einerlei: Beide raufen sich zusammen um einen noch größeren Feind zu besiegen und um Juwelen geht es dann auch noch. Man hat schnell den Eindruck, dass das Drehbuch mehr oder weniger während dem Dreh entstanden ist, denn es gibt viele Schnitte, Szenen machen in Folge nicht so wirklich viel Sinn und alles wirkt wie ein filmischer Autounfall, was aber auch den Charme dieser Produktion ausmacht.

Während der Film im Original ein Comedy-Eastern nach 08/15 Standardrezept ist und so auch in der ersten Synchrofassung daherkommt, ist die zweite Synchro der Grund warum der Film unterhaltsam ist. Es ist praktisch wie bei Spencer/Hill Filmen: Im Original nicht der Rede, in der deutschen Trashsynchro dafür Gold wert.
Chow spricht bayrisch, der Rest quasselt sich durch andere Dialekte von Sächsisch bis Pfälzisch und Berlinerisch. Chow macht dabei den meisten Spaß wenn er den Arzt und Kung-Fu Lehrer als Wurzelsepp bezeichnet und auch sonst recht gut auf bayrisch rumflucht. Sek Tin hat dagegen diese typische „Tuntenstimme“ die man auch von Spencer/Hill Filme kennt und dem sein Vater, der Kung Fu Meister Kwan hat Norbert Gastell als Synchronstimme was auch nicht passt (Zumal der Darsteller irgendwie wie die asiatische Kopie von Ted DiBiase aussieht)

Die Kung Fu, Karate oder sonst was Szenen sind recht nett, aber nicht wirklich der Rede wert, da man das eben auch aus vielen anderen Eastern kennt.
Abgerundet wird der Film durch das typische Overacting asiatischer Darsteller die einige schräge Grimassen ziehen und eben wild rumhampeln.

Was soll man sonst sagen? Worte sind nur Verschwendung, dieser Wahnsinn in Sachen synchro-asiatischer Perfektion muss man erlebt haben. Es ist einfach nur genial.

Bewertung
9/10
Im Forum kommentieren
 
< Zurück   Weiter >
Top of Page