Home arrow Filme arrow Der Grosse mit seinem außerirdischen Kleinen 22 Februar 2012  
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Der Grosse mit seinem außerirdischen Kleinen PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
19.12.2010

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Ein großer Erfolg ist nicht immer positiv, so wie es jener von Star Wars war. Als dieser Film an sämtlichen Kinokassen weltweit zum großen Hit wurde, brach die Science Fiction Welle los und in den folgenden wenigen Jahren dachte wohl jeder Regisseur Sci-Fi Elemente bringen zu müssen. Auch in Italien war dies der Fall wo neben Starcrash mit David Hasselhoff auch Bud Spencer mit Außerirdischen konfrontiert wurde.

1979 war das bereits, als sich fast das gleiche Team des im Vorjahr erschienenen Films „Sie nannten ihn Mücke“ zusammenfand. Das Drehbuch kam wieder von Marcello Fondato und Francesco Scardamaglia, Regisseur war Michele Lupo und nehmen Bud Spencer waren auch wieder Raimund Harmstorf und Joe Bugner dabei. Riccardo Pizzuti fehlt natürlich auch nicht. Mücke war ein toller Film, konnte also so viel schief gehen?

Es kann, vor allem wenn man den großen Fehler begeht: Pack ein Kind dazu und alles geht den Bach runter. Sicher, der kleine außerirdische H7-25 mag niedlich sein und Kinder werden sich sofort mit diesem Protagonisten identifizieren, aber wie das eben so ist: Alles wird auf ein sehr kindisches Niveau runtergefahren und das Kind steht im Mittelpunkt. So auch hier. Bud Spencer spielt Craft, ein Sheriff (Ist euch mal aufgefallen, wie oft Spencer und Hill Polizisten spielten?) in einem kleinen Dorf in der amerikanischen Provinz (unglaublich das es mal nicht Florida ist!). Die Anwohner befinden sich in einer UFO-Hysterie und glauben außerirdische zu sehen. Das Militär rückt natürlich auch an, der Oberanführer ist Captain Briggs (Der Name wurde später  vom A-Team geklaut und zum Colonel befördert), gespielt von Harmstorf.
Craft trifft aber tatsächlich auf einen außerirdischen: H7-25, glaubt dem Kind aber natürlich nicht, auch wenn die abenteuerlichsten Dinge geschehen und sich alle Gegenstände selbstständig machen, Pferde sprechen und sonstige Albernheiten passieren. Erst als das Militär dem Kind auf die Spur kommt und Jagd auf ihn macht, glaubt Craft ihm.

Im Prinzip folgt der Film dem altbekannten Muster: Prügeleien und Sprüche gepaart mit einer Handlung die weder anspruchsvoll noch tiefgängig ist. Was bei Mücke noch klappte, weil das Tempo hoch war, die Sprüche spaßig und die Schlägereien im Mittelpunkt standen, funktioniert aber hier leider nicht so ganz. Es ist enorm viel Leerlauf im Film, vor allem in der Mitte wo das „Ich glaub nicht das du ein Außerirdischer bist“-Getue schon fast zu nerven anfängt. Den Sprüchen fehlt auch die Schlagkraft, Rainer Brandt hatte wohl nicht seinen besten Tag. Dazu kommt eben das recht nervige Kind. Cary Guffey ist so ein typischer Kinderdarsteller, der vielversprechend begann (Close Encounter of third kind) aber dann schnell zeigte, das es ihm an Talent mangelt und so ist es kein Wunder, das nach wenigen Jahren seine Filmkarriere zu Ende war, denn er ist einfach furchtbar nervig und ein schlechter Schauspieler.

Bleibt zu sagen, das der Film Kinder sicher unterhalten kann, Erwachsene aber nicht und selbst als Spencer/Hill Fan muss ich sagen, das ich mir den Film nicht wirklich freiwillig ansehe – auch wenn die Musik von Guido & Maurizio De Angelis wie immer klasse ist. Aber das ist auch praktisch alles an positivem, bis auf die Schlägerei im Supermarkt die noch nett ist.

Bewertung
4,5/10
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