Home arrow Filme arrow Dial M for Murder 11 Februar 2012  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
Dial M for Murder PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
09.03.2007

Image 

Dial M for Murder war ursprünglich ein recht erfolgreiches Bühnenstück. Verfilmt wurde es oft, zuletzt 1998 mit Michael Douglas in der Hauptrolle. Die beste Fassung stammt aber natürlich von Alfred Hitchcock.

Tony Wendice ist ein ehemaliger Tennisprofi und ein ziemlich eifersüchtiger noch dazu. Denn seine reiche Ehefrau Margot hatte ein Verhältnis mit einem Schriftsteller, den sie wohl wesentlich mehr liebt, als Tony. Jener befürchtet nun, dass sie ihn verlassen könnte und dann hätte er ja nichts mehr von ihrem Geld. Also entwickelt er einen Plan für den perfekten Mord. Ein ehemaliger Schulkollege, der mittlerweile auf der schiefen Bahn hängt, soll seine Frau umbringen.
Aber der Mordversuch geht schief, Margot schafft es ihren Mörder zu töten. Geistesgegenwärtig entwickelt Tony schon einen zweiten Plan für seine Frau.

Mit dem Thema „Perfekter Mord“ hat sich Alfred Hitchcock schon zweimal beschäftigt. Bei Cocktail für eine Leiche und Im Schatten des Zweifels. Bei Anruf Mord unterscheidet sich von diesen Filmen aber eben dadurch, dass praktisch schon alles durch die Bühnenversion vorgegeben ist und Hitchcock nur einige wenige Dinge geändert hat.
Nicht ganz so extrem wie beim im gleichen Jahr entstandenen Das Fenster zum Hof, wird sich hier auf praktisch eine Örtlichkeit beschränkt: Das Appartement von Tony und Margot. Nur ganz selten geht es mal nach draußen in einen Gerichtssaal oder ein Restaurant. Die komplette zweite Hälfte, mit der Auflösung des Falls beschränkt sich aber auf einen großen Raum.

Spannend gemacht ist das Ganze trotzdem. Durch gelungene Kameraeinstellungen, hat man nie das Gefühl, dass man jetzt mal den Film wo anders hintragen könnte.
Ein Großteil der Kameraeinstellungen ist darauf zurückzuführen, dass Hitchcock von Warner Brothers praktisch dazu gezwungen wurde, den Film in 3D zu drehen. Hitchcock selbst war davon so gar nicht angetan, da er auch kein großer Fan von 3D war und wusste, dass es in Filmen keine große Zukunft hat.
Sehr interessant sind auch die Spielereien mit Farben. Für Hitchcock war es einer der ersten Filme in Farbe, wo er zuvor (und auch danach noch) ja lieber auf Schwarz-Weiß setzte. Hier aber wird Farbe recht interessant eingesetzt. So trägt Margot meist weiße Kleidung, wenn sie mit ihrem Mann zusammen ist und rote, wenn sie bei ihrem Liebhaber Mark und gegen Ende wird sie immer dunkler.

Überzeugen können auch die Schauspieler, gerade bei einem Film wie diesem, der praktisch wie ein Theaterstück aufgebaut ist, sind gute Schauspieler wichtig.
Grace Kelly kann hier mal wieder überzeugen, sowieso war sie in den Hitchcockfilmen mit großem Abstand am besten.
Für den schmierigen Tony wollte man ursprünglich Cary Grant verpflichten. Das gelang aber nicht, weil das Filmstudio wohl Angst hatte, das Publikum will ihn nicht als Bösewicht sehen. So bekam Ray Milland die Rolle und er macht seine Rolle sehr gut, teilweise erinnert er auch leicht an Grant.
Richtig gut ist auch John Williams, der den Inspector spielt und mit seiner englischen Art, das Ganze mehr als gelungen darstellt.

Bei Anruf Mord ist spannend inszeniert, sehr unterhaltsam und deutlich besser als alle anderen Verfilmungen dieser Geschichte.

Bewertung
9,5/10
Im Forum kommentieren
Letzte Aktualisierung ( 09.03.2007 )
 
< Zurück   Weiter >
Top of Page