Home arrow Filme arrow Dinosaur Island 04 September 2010  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
Dinosaur Island PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
29.01.2008

Image 

Die Insel der Dinosaurier. Schon allein der Titel klingt absolut nach Trash und erkundet man das Cover, wird man schnell über die zwei (ja, zwei, warum auch immer) Regisseure stolpern: Fred Olen Ray und Jim Wynorski. Beide bekannt für charmante Trashstreifen, die man nicht ernst nehmen darf. Auch bei den Darstellern stolpert man über viele altbekannte Namen wie Ross Hagen, Nikki Fritz oder Toni Naples. Keine Unbekannten im B-Movie Sektor.

Der Titel sagt ja schon direkt, worum es geht: eine Insel voll Dinosaurier. Natürlich dürfen bei solch einem Trashwerk auch die entsprechenden Amazonen nicht fehlen. Die leben alle auf der Insel und einmal im Jahr opfern die Amazonen eine Jungfrau an den Giganten. Das ist natürlich ein T. Rex. Machen sie das nicht, macht der böse Dino das Dorf platt. Generell stell ich mir ja immer die Frage, woher Monster nun eigentlich wissen wollen, dass sie da tatsächlich eine Jungfrau und nicht etwa die abgetakelte Dorfnutte vorgesetzt bekommen.
Mitten in diese Idylle aus Echsengebrüll und wilden Frauen stürzen eines Tages einige Soldaten mit ihrem Flugzeug ab. Zuerst werden sie gefangen genommen, aber da einer von ihnen ein Smilie als Tattoo hat und das in den alten Überlieferungen der Amazonen das Erkennungszeichen für den „Gott“ ist der mit vier anderen aus dem Meer kommt um das Dorf vor einer Hungersnot (Irgendwie sehen die alles andere als verhungert, wild oder sonst was aus) und vor dem bösen Oberdino befreien wird.

Die Handlung ist natürlich recht doof und hat trotzdem noch einige Plotlöcher, aber das macht nichts. Im Prinzip liegt man von Anfang an eh vor Lachen unterm Boden. Der erste T. Rex ist aus einem anderen Film geklaut, alle anderen Dinoszenen sind Knetfiguren die per Stop-Motion in allerschlechtester Qualität durch die Gegend zuckeln. Treffen mal Menschen und Dinos aufeinander wird das per Bluescreen gemacht und dabei stimmen weder die Größenverhältnisse noch sonst was. Aber es sieht schon niedlich aus, wenn die Amazonen mit ihren Speeren 5 Meter über dem Dino in der Luft rumstochern.
Bedenken muss man hierbei, dass Dinosaur Island im Jahr 1994, also nach Jurassic Park erschien. Aber wohl selbst für 1980 würden die Dinos reichlich billig und unbeholfen wirken. Vor allem der Brontosaurus sieht einfach zum schießen aus.
Zwischen all den Dinos gibt es noch ein fieses Monster das eine Höhle voller Gold bewohnt. Es ist mal wieder ein Monster aus der Wuschelplüschabteilung mit einer fiesen rosa Haarpracht.

Natürlich dürfen auch viele Plotlöcher nicht fehlen. Gegen die große Hungersnot (hervorgerufen von kleinen grünen Viechern die mit ihren Glubschaugen eher nach Aliens aussehen) wird flugs ein Pestizid entwickelt und schon ein Tag später werden riesige Mengen Gemüse ins Dorf gekarrt und wie ein Amazonendorf so ganz ohne Männer überleben kann…eine der Wilden erklärt das damit, dass der Pterodactylus die Babies bringt.
Ja, auch die Dialoge sind wieder von der reichlich dämlichen Sorte. Die Soldaten machen sich natürlich über die Frauen her, wobei aber jeder brav bei einer hängen bleibt. Als zwei von ihnen so unterwegs im Mondlicht umherstreifen, wird es laut, der T. Rex kommt, was die Amazone mit einem kreischigen „Der Gigant kommt“, die lapidare Antwort des einen Soldaten „Ich hab ihn doch noch gar nicht rausgeholt“.
Was darf in einem trashigen B-Film noch nicht fehlen? Na klar, die nackten Tatsachen und die bekommt man hier im Überfluss. Die eh schon leicht bekleideten Amazonen werden des Öfteren nahezu nackt gezeigt und einige schlechte Softsexszenen gibt es dann auch noch. Das ist eigentlich auch mein einziger Kritikpunkt an diesem Film: Das hätte man sich sparen können, denn diese Szenen sind einfach viel zu lang und nervig geraten. Aber irgendwie ist das eben auch typisch für Ray und Wynorski.

Dinosaur Island ist abseits dieser kleinen Nervigkeit ein wunderbarer Spaß den man zu keiner Sekunde ernst nehmen darf. Eben ein trashiger Partyhit.

Bewertung
8,5/10
Im Forum kommentieren
 
< Zurück   Weiter >
Top of Page