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Doom PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
19.08.2006

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Spieleverfilmungen, ein leidiges Thema. Meistens sind die Filme so weit vom Ursprungsspiel entfernt wie die Erde vom Mars. Bestes Beispiel dafür wäre Super Mario Bros. - oder der Film hält sich so nah ans Spiel, dass dies zwar begrüßenswert ist, aber dabei kommt meist kein all zu guter Film raus. Denken wir da mal an Mortal Kombat.

Doom ist ein Ego-Shooter. Eine wahre Legende des Genres. Berühmt, beliebt und absolut ungeeignet für einen Film. Ein Spiel, in dem man durch dunkle Gänge rennt und Monster erschießt ist nicht gerade eine filmreife Story. Trotzdem wagte man sich nun daran und hat das ganze verfilmt. In den Hauptrollen der ehemalige Wrestler The Rock und Karl Urban. Die Grundstory wurde für den Film nun schon mal verändert. Kein Tor zur Hölle, aus dem schreckliche Monster dringen, wurde freigelegt. Stattdessen gräbt man die alte Story von der Forschungsstation aus, in der Experimente gemacht werden die zu Mutationen führen. Gähn. Warum musste man das Ganze zu dieser 08/15 Story ändern? Egal. Sarge ist der Anführer einer Truppe, die zum Mars geschickt wird. Das Soldatenpack besteht aus platten Stereotypen: Wir haben den typischen Frauenaufreisser, den jungen Angsthasen und zwei Schwarze dürfen natürlich nicht fehlen. Das Ganze erinnert schon fast an eine Castingband…für jeden ist etwas dabei und so sind alle glücklich.

Auf dem Mars versucht man dann so etwas wie Spannung aufzubauen. Denn Monster sieht man lange Zeit nicht, dafür ist alles schön dunkel und alles was anfangs nach Monster aussieht ist entweder eine Maus, ein Hund oder ein Mensch. Die Monster tauchen dann doch noch auf, einzeln und irgendwie immer so, dass man es vorhersehen kann. Einer der Soldaten steht im dunklen Gang, dreht sich um und steht vor nem Monster oder dreht sich nicht um und es taucht hinter ihm auf. Das hat man nun auch schon tausendmal in Filmen wie Aliens gesehen. Viel neues wird nichts geboten, der Spannungsbogen bleibt relativ gerade auf dem Boden und ein richtiger Schocker ist das ganze auch nicht.

Hat der Film trotzdem etwas Gutes? Das schon. Es gibt Blut und einige fiese Verletzungen. Bedenkt man, dass es sich hier um einen Mainstreamfilm aus Hollywood handelt ist das ganz ordentlich und passt auch zur Spielvorlage. Richtig genial fand ich die First-Person Szene, die in der Extended Fassung des Films gute 5 Minuten dauert. Das ist klasse gemacht, gut choreographiert und eine tolle Hommage an das Spiel. Es fehlten eigentlich nur Statusanzeigen oder die kultige Statusbar aus Doom 1. Dann wäre es perfekt.

Ansonsten wird recht solide Actionkost geboten, die typischen Sprüche und Schimpfwörter. Hierbei empfiehlt sich auf jeden Fall der Originalton, gerade wenn The Rock dann Big Fucking Gun einbaut. Die hat zum Glück genauso den Weg in den Film gefunden wie die allseits beliebte Kettensäge. Das gibt nen Bonuspunkt. Dafür ist es schade, dass sich der Film sehr stark an Doom 3 orientiert. Das führt dazu dass auch im Film ständig die gleichen 2-3 Monster vorkommen. Man hätte ruhig noch ein paar alte Viecher aus Doom 1/2 auspacken können. Das gleiche gilt bei den Waffen. Kettensäge, BFG, Gattling und MG. Dabei wäre Abwechslung doch Trumpf.

Doom ist also ein recht unorigineller Actionfilm, der sich einigermaßen an die Vorlage hält, mit der First Person View eine nette Idee bietet. Ansonsten allerdings kaum zu überzeugen weiß. Zu platt sind die Sprüche, Spannung kommt auch kaum auf und der Action fehlt es an der nötigen Härte. Zwar hat man versucht einige Elemente der Computerspiele einzubauen, aus meiner Sicht allerdings viel zu wenig, um dem Filmtitel auch nur annähernd gerecht zu werden. 

Bewertung
4/10
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Letzte Aktualisierung ( 04.10.2009 )
 
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