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Double Dragon PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
12.08.2011

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In den 80ern war Double Dragon eine populäre Videospielereihe. Der erste Teil kam in der Spielhalle raus, eroberte dann die Konsolen und Teil 2 war der Höhepunkt. Danach ging es mit der Serie bergab, überholt wurde man wurde von besseren Beat ’em Ups wie Teenage Mutant Ninja Turtles oder Streets of Rage. Kurz nach Double Dragon V erschien eine Verfilmung der Serie.

Was soll man dazu sagen? Eine Spielereihe die seit Anfang der 90er auf dem absteigen Ast ist, erhält einen Film. Man war wohl ‚inspiriert‘ vom Erfolg solcher Filme wie Super Mario Bros. und Street Fighter.
Double Dragon startet B-Film entsprechend in einer düsteren Zukunft, eine Apokalypse, eine kaputte Welt und die Menschen die danach leben. Wahrlich kreativ und was folgt ist absolut schockierend, wenn man liest das Paul Dini am Drehbuch beteiligt war. Jener Paul Dini, der die absolut geniale Batman Zeichentrickserie produzierte und mitschrieb, sowie diverse Masters of the Universe, Tiny Toons und Animaniacs Episoden sowie der Hauptschreiber am genialen Batman – Arkham Asylum Spiel war. What the Fuck happened? Wir werden es wohl nie erfahren, da die DVD keinen Audiokommentar der verantwortlichen hat.
Wahrscheinlich will heute niemand mehr an dieses Machwerk erinnert werden, Regisseur James Yukich erkannte es wohl sogar damals schon und legte sich das Pseudonym James Nickson zu.

Zurück zum Film: Apocalypse. Düster. Böse. Wir kennen es. Nun gut, zuerst sind wir „Somewherei n China“. Irgendwo im Nirgendwo im Nirgendwann…klingt nach Nena, stattdessen reiten aber ein paar Chinesen durch die Welt, während uns vorher eine Stimme über das Double Dragon Medaillon aufklärt (Merke: Wenn schon Voice Over, dann James Earl Jones, sonst klingt es so blöd wie in diesem Fall)
Wo wir bei James Earl Jones sind, der spielt die Hauptrolle bei Conan und bei dem Film sehen wir, wie eine Barbarenhorde angeführt von Jones ein Dorf abfackelt. Selbiges sehen wir hier, nur asiatisch und ohne Jones. Ein Ninja taucht auf, stürmt eine Höhle und packt einen Koffer aus, der Ninja wird zur Frau und der Koffer zum 90er Walkie-Talkie. Wie gut das wir wissen, worum es geht, wo wir sind (Somewhere) und wann es ist (wirkte zuerst wie alte Fantasy)
Der Schnitt folgt. New Angeles. 2007. Was damals nach ferner Zukunft klang, ist heute Vergangenheit und New Angeles gibt es genauso wenig wie das hier angekündigte große Erdbeben das für das apokalyptische Endszenario verantwortlich ist.

 Kogo Shuko ist der Bösewicht, sieht nicht asiatisch oder sonst zum fürchten aus, sondern ist der T-1000 Robert Patrick mit Vanilla Ice Frisur. Er versucht auf böse zu machen, schafft das aber natürlich nicht.  Er hat eine Hälfte des Double Dragon Medaillon und braucht die andere um die Welt zu erobern….oder sowas.
Zweite Hälfte befindet sich im Besitz von…nein, nicht Jimmy und Bimmy…äh Billy und auch nicht Marian sondern Satori Imada, die kennen wir Spielefans nicht, aber sie ist quasi die weibliche Mr. Miyagi für Jimmy und Billy die grad an einem Karateturnier teilnehmen und verlieren weil Jimmy zu arrogant ist. Das schrägste dabei ist wohl ein Erdbeben das ankommt, was dazu führt das ein kleinwüchsiger mit Zigarre an eine Säule springt und an einem Ding rumpumpt. Wir wollen das nicht weiter vertiefen.

Jimmy und Billy verlieren den Kampf und das waren gerade mal die ersten 6 Minuten. Der Film hat schon hier enormes Trashpotential. Danach werden Jimmy und Billy von irgendwelchen Punks auf einer Straße verfolgt. Aus den Autos kann man scheinbar nicht raus schauen also gibt es Monitor welche die Landschaft und Fahrzeug e in kruder Polygongrafik der frühen 90er darstellen.

Danach folgt der Film dem üblichen B-Film Schema: Der Böse Shogo will das zweite Medaillon und geht dabei über Leichen. Jimmy und Billy können aber bis kurz vor Schluss immer entkommen, egal welche Helfershelfer Shogo ihnen entgegen wirft (Zwei heißen gar Huey und Lewis…). Zwischendrin wird es für 10 Sekunden Pseudotragisch wenn Satori stirbt aber sie ist schnell vergessen. Zum Glück gibt es Marian als zweite weibliche Hauptfigur, die vom Entführungsopfer zum Pseudo-Punk und Anführer einer Emotruppe (Damals hieß das aber noch Grunge) wurde.

Was folgt ist der Showdown, alles wie gehabt, keine Überraschungen und schon tausend Mal gesehen.

Die Namen mögen was mit Double Dragon zu tun haben, der Rest könnte aber auch ein schrottiger Steven Segal direct to Video Film sein den niemand sehen will. Street Fighter war beschissen, hatte nichts mit dem Spiel zu tun und war wohl die Vorlage für Double Dragon, das bis auf die Namen auch nichts mit den Spielen zu tun hat.

Die Schauspieler sind größtenteils furchtbar. Hat sich mal jemand gefragt, warum Robert Patrick so oft auf seine T-1000 Rolle reduziert und für solche Cameos (Wayne’s World, Last Action Hero…) Cameos auftritt? Weil er mehr nicht kann. Er war bei X-Files deplatzier und auch hier wirkt er eher belustigend peinlich. Marc Dacascos (Jimmy Lee) verkam zum schrottigen B-Film und Seriendarsteller, Scott Wolf (Billy) traf es genauso. Die einzige gute, brauchbare und mit genug Karriere ausgestattete Person hier ist Alyssa Milano, die sich zu der Zeit gerade in einem Tief befand nach Who’s the Boss und vor Melrose Place und Charmed. Zu der Zeit trat sie auch in anderen Schrottfilmen wie Poison Ivy II oder Candles in the Dark auf.

Ansonsten gibt es ein paar Kampfszenen auf dem Level anderer B-Filme, die eben nicht weiter überzeugen können gepaart mit stupidem Humor auf Hauptschullevel.

Double Dragon ist insgesamt furchtbar und unterbietet sogar noch Street Fighter, selbst mit Whiskey kann man sich das nicht erträglich trinken und ansehen will man es gleich gar nicht. Da schiebt man doch lieber die Double Dragon 2 Cartridge in das NES.

Bewertung
3,5/10
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