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Edward Davis Wood, Jr., der schlechteste, gleichzeitig aber wohl auch kultigste Regisseur aus Hollywood. Heutzutage natürlich hauptsächlich bekannt durch Plan 9 from outer Space. 1994 drehte Tim Burton einen Film über Ed Wood. Allerdings ist es mehr eine Art Hommage als ein realistischer Blick auf das Leben dieses Regisseurs. Johnny Depp in der Hautrolle, spielt mal wieder mehr als genial. Neben ihm hat man noch eine ganze weiterer bekannter Stars wie Martin Landau, Bill Murray, Sarah Jessica Parker, Patricia Arquette, Jeffrey Jones und Lisa Marie gewinnen können. Allesamt können sie überzeugen, wobei vor allem Martin Landau als Bela Lugosi eine bemerkenswerte Darstellung abliefert. Produziert wurde der ganze Film in Schwarz/Weiß, was heutzutage ja durchaus bemerkenswert ist. Der Film beginnt im Jahr 1953, als Ed Wood gerade ein Theaterstück fertig gestellt hat und die erste Kritik dazu liest. Diese ist natürlich recht negativ, aber seine Freunde ermutigen ihn, dass er sich davon mal nicht unterkriegen lassen soll. Aber Theater reicht ihm ja nicht, er will Filme drehen. Da kommt ihm George Weiss gerade recht, er ist Produzent von B-Movies und will einen über Geschlechtsumwandlungen machen. Ed Wood überzeugt ihn, dass er der richtige Regisseur dafür ist, weil er ja selbst Transvestit ist und außerdem kann er einen großen Star für den Film gewinnen: Bela Lugosi. Der ist zwar mittlerweile sehr alt, sehr drogenabhängig und seine große Zeit ist längst vorbei, aber er braucht das Geld eben. Bela und Ed freunden sich an und so wird der Film gedreht. Heraus kommt der wohl schlechteste und bizarrste Film aller Zeiten: Glen or Glenda. In die Kinos kam er auch nur, weil George Weiss schon Verträge mit einigen Kinos abschloss. Natürlich will nach diesem Flop kein Filmproduzent mehr etwas von Wood wissen, aber das stört ihn nicht. Er hat ja schon einen weiteren Film, der sicher ein großer Erfolg wird: Bride of the Monster. Neben Lugosi kann er hierfür auch den Wrestler Tor Johnson gewinnen. Geld kriegt er von einem Fleischereibesitzer, der dafür aber eine große Explosion am Ende sehen will. Trotzdem reicht das Geld wieder nicht für anständige Kulissen und Effekte aus. Den Oktopus, den Wood benötigt, lässt er einfach von einem anderen Studio klauen, vergisst dabei aber den Motor mitzunehmen. Der Film sollte auch Lugosis letzter werden. Kurz danach stirbt er, was auch Wood sehr stark trifft. Trotzdem will er weiter Filme machen und kann wiederrum eine baptistische Kirche gewinnen. Plan 9 from outer Space soll Woods größter Film werden, in dem er seine Energie steckt und auch Lugosi soll hier dank Archivaufnahmen seinen allerletzten Auftritt haben… Wie gesagt, ist es ein bisschen schade, dass hier nur diese 3 Filme betrachtet werden und auch dass es so früh endet. Natürlich lassen sich in 2 Stunden nicht die gesamte Lebensgeschichte Woods unterbringen und seine spätere „Karriere“ im Pornobereich lässt man auch besser unbeachtet, aber die anderen Filme dazwischen, wie Jail Bait, The Night the Banshee cried oder The Bried and the Beast hätte man wenigstens am Rande erwähnen können. Natürlich ist der Film trotzdem klasse. Die Schauspieler geben sich alle Mühe und bringen ihre Rollen sehr gut rüber und zumindest auf die 3 Filme wird so sehr eingegangen, dass sogar viele Filmszenen nachgespielt wurden und man einen Eindruck erhält, wie Ed Wood als Regisseur tätig war Aber Ed Wood ist eben nur ein Film und so hat man zahlreiche Fehler gemacht oder alles so hingebogen, dass es einen unterhaltsamen Streifen ergibt. So hat Lugosi in der Realität niemals so rumgeflucht wie hier und einen Hass auf Boris Karloff hatte er auch nicht. Auch scheint es im Film so, dass die 3 Filme direkt hintereinander gedreht wurden und Plan 9 sofort released wurde, was auch nicht stimmt, weil dazwischen 3 Jahre vergingen und so hatte der Film keine große Premiere mit hunderten Gästen. Tor Johnson wird ebenfalls völlig falsch dargestellt, er war weder plump noch dumm. Aber das ist eben Hollywood und Ed Wood keine Doku, sondern ein Film. Unterhalten hat er mich trotzdem sehr und so kann man Ed Wood natürlich absolut empfehlen.
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