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Ein Königreich für ein Lama PDF Drucken
Geschrieben von Minsc   
19.08.2006

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Disneyfilme sind meist so eine Sache, quellen sie doch häufig vor nerviger Musik, Kitsch und Pathos nur so über. Das macht die meisten eher langweilig, wirkt peinlich und manchmal scheinen sie zu vergessen, dass es sich um einen Film und nicht um ein Musical handelt. Wie man das besser macht, zeigt der 2000 erschienene, insgesamt 39. Disneyfilm, Ein Königreich für ein Lama.

Kusco ist ein junger Inka – König, der ein recht extravagantes Leben führt. Sein Volk ist ihm doch eher egal – und so überlegt er, ein Dorf abreißen zu lassen, damit er einen schönen Platz für seinen neuen Pool hat. Außerdem hat man als König natürlich auch seine Neider – und so versucht ihn seine eigene Beraterin, Isma, mittels Gifttrank aus dem Weg zu räumen. Doch ihr dummer Hilfsbüttel, ein Hüne namens Kronk, versaut es natürlich und am Ende verwandelt sich König Kusco nur in ein Lama und wird mitten im Wald ausgesetzt. Dort wird er alsbald von jenem Bauern gefunden, dessen Land er enteignen wollte – und wie das eben so ist bei Disney, entspinnt sich daraus eine Art misstrauische Zweckgemeinschaft. Dieser Bauer, Patcha, soll Kusco helfen, sich zurück zu verwandeln und dieser dann im Gegenzug doch auf seinen Pool verzichten.

So weit, so Disney und natürlich ist die Geschichte nicht ohne Moral. Trotzdem macht dieser Film wirklich sehr viel Spaß. Das beginnt bei den skurrilen und tollen Charakteren. Was diesen Film aber nun zu etwas Besonderem macht, ist zum ersten das recht hohe Tempo, da sind wilde Verfolgungsjagden und Versteckspielchen – und allein der Showdown ist schon sehenswert. Zum zweiten geht es hier sehr lustig zu und er enthält sehr viele Slapstickelemente, jede Menge Sarkasmus, er nimmt sich (wohltuend) nicht zu ernst und die Figuren sind recht selbstironisch. Zum dritten ist da ein sehr gelungener Soundtrack (u.a. Sting), „The Emperor's New Groove“ eröffnet auch gleich mal den Film, umreißt textlich den Charakter Kuscos und gibt im Prinzip vor, worauf man sich hier einlässt.

Die deutsche Synchronisation ist schon gelungen, die Sprecher, wie bei Disney ja gewohnt, sehr professionell, trotz allem ist die Originalversion natürlich vorzuziehen, immerhin hört man so John Goodman oder David Spade statt z.B. Michael Herbig. Das Eröffnungslied ist dann im deutschen gesungen von Nino de Angelo, im Original von Tom Jones (weil Sting meinte er sei zu alt dafür...).

Abschließend bleibt zu sagen, dass Ein Königreich für ein Lama ein ungewöhnlich lustiger und temporeicher Disneyfilm ist, der richtig Spaß macht. Wirklich gelungen.

Bewertung
8/10
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Letzte Aktualisierung ( 25.02.2007 )
 
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