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Einer gegen das Imperium PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
09.02.2010

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Hach ja, die Italiener. Nach dem Erfolg von Conan kam die Barbarenwelle, viele Trashfilme kamen aus dem Stiefelland, bis man wohl erkannte, dass man jetzt schon mehr bringen muss, um noch aus dieser Masse hervor zu stechen. So wurde eine Miniserie produziert, die „Il Mondo di Yor“ heißt. Finde Filmverleiher haben daraus dann einen Film zusammengeschnippelt, der in Deutschland ursprünglich mal „Yor, der Retter der Zukunft“ hieß, mittlerweile aber eher unter dem Titel „Einer gegen das Imperium“ bekannt ist.

Yor ist unser Held, ein Krieger der mich nicht nur auf dem DVD Cover laufend an He-Man erinnert. Er ist ein Jäger aus den Bergen und will seine Herkunft aufklären, so ähnlich wie Lonestar in Spaceballs. Direkt am Anfang trifft er auf eine Barbarin (Ka-laa) und einen Wurzelsepp (Der mich immer so ein wenig an Opa Seth aus Troll 2 erinnert), die von einem Dinosaurier (eine Mischung aus Triceratops und anderen Urzeitechsen) attackiert werden. Dieser kreiselt sich lustig rum, bis er von Yor geschlachtet wird. Allein die Szene, dieser Kampf mit diesem Pappmonster ist das Geld schon wert.

Yor geht mit den beiden geretteten in deren Dorf. Bis hierhin wirkt der Film noch wie der typische Barbarenstreifen. Vor allem, als noch ein feindliches Barbarenvolk dazu kommt. Die Gestalten sehen so aus wie die Einwohner vom Planet der Affen ohne fertige Affenmaske. Dessen Anführer hat mal wieder diese unvergleichliche Benjamin Blümchen Stimme, die man lieben muss, auch wenn sie zu keinem Filmbösewicht passt. Danach wird Ka-Laa von den Bösewichten prompt entführt, was Yor zur abermaligen Rettung bringt. Ehrlich, wenn die nicht selbst auf sich aufpassen kann, sollte man sie links liegen lassen, die bringt doch nur Unglück. Aber so stürzt sich Yor mithilfe eines Todesvogels in die Höhle und räumt auf. Danach folgt ein Intermezzo mit einer weiteren Frau, was zum Zickenkrieg zwischen ihr und Ka-Laa führt. Dabei darf Yor doch so viele Frauen haben wie er will, da er ja ein großer Held ist.

Ungefähr nach einer Stunde kommt dann der große Stilbruch im Film. Science Fiction ist jetzt angesagt, inklusive böser Sturmtruppen in Plastikkostümen, die natürlich von einem bösen Imperator angeführt werden. Die bösen Außerirdischen wollen die Barbaren beseitigen, dann gibt es noch eine Rebellion gegen die Sturmtruppen und Yor muss mal wieder alle retten und das böse besiegen.

Die Synchronisation ist genial, sie ist zwar nicht ganz auf Rainer Brandt-Niveau aber extrem unterhaltsam und voll dämlicher Dialoge (Oder wusstet ihr, dass ein Blitz einen Felsen aushöhlen kann?), dazu kommen viele bekannte Synchronsprecher die man aus anderen Trashwerken kennt.

Über die Schauspieler muss man nicht viel schreiben. Reb Brown ist wohl einer der spektakulärsten Trashschauspieler überhaupt und stellt den dümmlich dreinblickenden Yor gekonnt dar. Die ganzen anderen Darsteller/innen sind schön schlecht, aber das gehört ja dazu, genauso wie das gnadenlose Overacting. Erwähnenswert ist aber auf jeden Fall noch der böse Imperator, der von John Steiner gespielt wird, der Steiner, der als Jaffar im Trashklassiker Sinbad of the seven seas gegen Lou Ferrigno antritt.

Die Kulissen sind noch eine Erwähnung wert. Das sie billig sind, kann sich ja jeder denken, der ganze Sci-Fi Teil sieht aber tatsächlich so aus, als wäre er in einem alten Kraftwerkt produziert worden, voller Rohre, altmodischer Instrumente und Telefonen.
Ansonsten merkt man, dass der Film aus viel Material zusammengeschnitten wurde, denn manche Szenen ergeben wenig Sinn. So hetzt Yor am Anfang durch eine steinige Landschaft, während der Dinoangriff im Wald stattfindet – die Schnitte ergeben keinen Sinn. Und bei den Special Effects hat man am Ende wieder die altbekannten ins Bild gemalten Laserstrahlen und Feuerwerksexplosionen.

Einer gegen das Imperium…was für ein Film. Mich erinnert das ja immer ein wenig an Masters of the Universe, wo ebenfalls Barbarenfantasy und Sci-Fi aufeinandertreffen und genauso trashig wie He-Man ist auch Yor. Ein extrem unterhaltsamer Film, wenn man Trash mag.

Bewertung
9/10
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