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Elvira hat es schon nicht leicht. Bei einem Fernsehsender arbeitet sie als Ansagerin für miese Horrorfilme, hat unfreundliche Kolleginnen und einen texanischen Chef, der sie am liebsten ins Bett zerren will. Darauf hat sie aber gar keine Lust und kündigt sofort. Ihr großer Traum ist ja sowieso eine Show in Las Vegas. Wofür auch immer braucht sie dafür aber 50.000$ - doch woher nehmen? Wie bestellt kommt da die Meldung, dass ihre Tante Morgana gestorben ist und ihr alles vererbt. Sie muss dazu nur in ein kleines Kaff nach Massachusetts fahren. Dort angekommen, zieht sie sich durch ihr Verhalten und Aussehen natürlich sofort die Bewunderung der Jugendlichen zu – und die Abscheu der konservativen älteren Menschen. Die Erbschaft stellt sich als Haus heraus, eine heruntergekommene Hütte samt Hund und Kochbuch. An das Geld kommt sie durch den Verkauf des Hauses und durch den Verkauf des Buches an ihren merkwürdigen Onkel…aber warum ist der so scharf auf das Buch? Teilweise basiert der Film auf der Wirklichkeit. Elvira war in den 80ern und 90ern tatsächlich als eine Art Fernsehansagerin für Horrorfilme tätig. Ihre Sendung hieß Movie Macabre und mit der erreichte sie schnell Kultstatus. Der Film kam Ende der 80er in die Kinos, danach erschienen noch einige Computerspiele. Eines davon heißt wie der Film, hat mit diesem aber nichts zu tun. Um das Fazit vorwegzunehmen: Der Film ist klasse. Zwar beabsichtigt etwas trashig gehalten, aber dadurch entwickelt das Ganze einen gerade zu niedlichen Charme. Elvira bringt jede Menge zweideutiger Sprüche, vor allem in Bezug auf ihr „Double Feature“ und wirkt auch sonst richtig sympathisch. Die anderen Schauspieler und Charaktere stehen klar in ihrem Schatten. Ihnen wird größtenteils auch gar keine Chance gegeben, sich in den Vordergrund zu spielen. Überzeugen kann aber W. Morgan Sheppard als böser Onkel Vincent Talbot. In der Mitte geht dem Film zwar etwas die Luft aus, es kommt zu kleineren Durchhängern, aber dafür wird im großen Showdown noch ein gut gemachtes Duell geboten. Elvira, Mistress of the Dark ist ein unterhaltsam-trashiger Film, der auf jeden Fall Spaß macht. Sollte man sich aber auf englisch ansehen, da in der deutschen Synchro sehr viele Übersetzungsfehler sind und viele Wortspiele kaputt gemacht wurden.
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