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Er - Stärker als Eisen und Feuer PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
19.03.2009

Bisons, Affen und Barbaren, dazu behaarte Italiener, merkwürdige Musik und schlechte Kulissen - mehr braucht man nicht für zünftigen Barbarentrash.
Und diese Barbarenfilme waren nach dem Erfolg von Conan besonders in Italien angesagt.
Er - Stärker als Eisen und Feuer ist auch unter dem Titel Barbaren - Stärker als Eisen und Feuer bekannt, sowie unter den Titeln Ironmaster und La Guerra del ferro. Als Regisseur fungiert hier Umberto Lenzi, den man sonst eher mit Horrorfilmen und da ganz besonders den damals so angesagten Zombiestreifen in Verbindung bringt.

Eine Erzählerstimme klärt uns darüber auf, dass ein Barbarenstamm eine Waffe fand und so den Krieg erfunden hat. Interessant.
Jener grunzige Stamm behaarter Barbaren bietet uns auch gleich die zwei Hauptfiguren: Ela und Vood. Ela ist der Gute, Vood der Böse. Ela wird vom alten Stammesführer als Nachfolger auserkoren, was Vood so gar nicht passt. Während eines kleines Scharmützels mit einer anderen Babarentruppe, bringt er besagten Opi um und lastet es Ela an. Dann gibt's ein Unwetter samt Vulkanausbruch und Vood findet ein Stück Stahl, ein Schwert. Nachdem er einen Löwen umbrachte, der völlig fehlplatziert im Wald herumlag, setzt er sich dessen Kopf als Maske auf und sieht sich als unbesiegbar. Er vertreibt Ela und bringt fortan Angst und Schrecken über die Prärie.

Ela passt das natürlich gar nicht, er streift durch die Wälder, trifft auf eine Frau die zu einem pazifistischen "Wir hassen Waffen"-Stamm gehört. Aber Ela kann sie nach einiger Zeit überzeugen, das Waffen gut sind und man damit Vood in den Arsch treten kann. Das ist auch nötig, da Vood mit seiner Sippe mittlerweile einige Barbarenvölker ausgelöscht hat eben der typische Bilderbuchbösewicht ist.

Das ist tatsächlich mehr Handlung als erwartet, was aber leider auch dafür sorgt, dass der Film bisweilen etwas langatmig ist. Spaß macht es aber trotzdem. Dafür sorgen schon die schrecklichen Schauspieler. Sam Pasco hat davor oder danach nie wieder einen Film gedreht, die meisten anderen Schauspieler waren sonst eher als Stuntman tätig. Einzig George Eastman ist bekannt, er hat in unzähligen Filmen mitgespielt und mimt den Bösewicht recht gekonnt.
Schlechte Kulissen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Der Vulkanausbruch ist schon genial (Da hat der Regisseur wohl die Modelleisenbahn seines Kindes geklaut) und vor allem das Gewitter ist klasse (Blaue Leinwand, reingemalte Blitze) und die Kostüme sind ebenfalls klasse. Die Affenmenschen sehen schlechter aus als in Planet der Affen.

Gäbe es nicht einige Durchhänger, wo sinnlos gelabert wird, wäre das ein lustiger Trashfilm. Gerade die Kampfszenen (Holzspeere fliegen meilenweit an den Feinden vorbei, Schläge und Schwerthiebe die alles treffen, nur nicht das was sie sollen) sind extrem unterhaltsam. Für Fans des Barbarengenres auf jeden Fall ansehbar.
Das am besten dann in der deutschen Synchro, die schön schlecht ist. So hat der eine alte Stammesanführeropi die deutsche Synchrostimme von Mr. T (und das passt mal gar nicht).

Bewertung
7/10
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