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Einfach mal einen Tag Blau machen und nicht in die Schule gehen. Wer von uns hat das nicht mindestens einmal gemacht? Ab und zu muss das ja sein. Ferris geht es genauso, als er mal wieder das kranke Kind spielt und damit seine Eltern hereinlegt. Als die zur Arbeit verschwinden, plant er den besten Tag in seinem bisherigen Leben.
Einer der 2 großen 80’s Teenmovies ist Ferris Bueller. Heute ist es Kult, neben Breakfast Club der beste Teenmovie von John Hughes und das wieder einmal, weil man sich mit den Charakteren identifizieren kann. Jeder von uns war in der Schule, jeder von uns hatte keine Lust drauf und man versuchte alles, um zumindest mal einen freien Tag zu kriegen. Nur das, was Bueller macht ist dann wohl eher einzigartig. Nachdem er seinen besten Freund Cameron (der wirklich krank ist) überredet hat, mitzumachen, planen sie die „Befreiung“ von Sloane, Ferris Freundin. Danach klauen sie den Ferrari von Camerons Vater und machen sich auf nach Chicago. Vom Start weg ist dieser Film einfach genial unterhaltsam. Das fängt bei Ferris an, der genau weiß, wie er seine Eltern aufs Kreuz legen kann. Cameron ist dann eher ein Charakter mit tieferen Problemen. Von seinen Eltern hat er sich ziemlich entfremdet, sein Vater investiert mehr Zeit und Liebe in seine Autos. Sloane soll dem Ganzen dann wohl noch den weiblichen Touch geben. Aber Ferris hat auch einen Feind, in Form des Schulleiters Ed Rooney. Der macht sich im Film auf die Jagd nach Ferris, da er genau weiß das dieser nur Blau macht. Ed Rooney ist ein genialer Charakter, absolut perfekt dargestellt von Jeffrey Jones. Von der ersten Sekunde an merkt man, das er eigentlich ein Versager ist, niemand nimmt ihn wirklich ernst, niemand mag ihn – außer seine Sekretärin Grace.
Ferris, Cameron und Sloane machen sich derweil auf nach Chicago, wohnen einem Baseballspiel bei, besuchen ein Museum, gehen französisch essen. Das ist wohl eine der besten Szenen, die drei Jugendlichen sind absolut unpassend und der extrem unsympathische Ober nimmt sie auch gar nicht ernst. Aber auch hier zeigt Ferris mal wieder, dass man mit etwas Dreistigkeit und Mut ans Ziel kommt. Dass sie dann aber ein extrem widerliches Essen bekommen, ist wohl die direkte Quittung (Ich wusste nicht mal, dass man Pancrease essen kann…aber die Franzosen essen ja scheinbar alles, was sie in die Finger kriegen). Während die drei einen lustigen Tag haben, ist Ferris’ Schwester Jeanie gar nicht glücklich, denn sie weiß von Anfang an, dass ihr Bruder nur simuliert und versucht eben so wie Ed das Ganze aufzudecken.
Neben den tollen Szenen mit unseren drei Hauptfiguren, weiß aber eben vor allem Ed Rooney absolut zu unterhalten, er tappt von einem Fettnäpfchen ins nächste und muss mit dem Familienhund der Buellers (Ein extrem aggressives und sabberndes Viech) kämpfen. Hier zeigt Jeffrey Jones einmal mehr, dass er ein wirklich toller Schauspieler ist. Ebenso ein Novum war, dass der Film gar keine Anstalten macht, etwas anderes als ein Film zu sein. Er will gar nicht realistisch oder glaubwürdig sein, sondern einfach unterhalten. Unterlegt wird das auch von Ferris der sich sehr oft zur Kamera dreht und dann quasi mit dem Zuschauer spricht.
Auch die anderen Schauspieler können überzeugen. Matthew Broderick als Ferris ist klasse. Das Alan Ruck schon 30 Jahre alt war, als er Cameron spielte, der immer noch in der High School steckte, merkt man ihm gar nicht an. Der restliche Cast, Mia Sara, Jennifer Grey, Edie McClurg (die auch in jedem 80er Jahre Film dabei war) überzeugen ebenso.
Ferris Bueller’s Day Off ist Kult und nach wie vor eine der besten Komödien überhaupt. Es macht einfach Spaß.
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