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Nachdem Minsc ja nun schon ein tolles Review zu Teil 1 geschrieben hat, folgt nun von mir der zweite Teil. Final Destination 2 ist dabei wohl das typische Sequel zu einem Erfolgsfilm. Der Film hat funktioniert und so kopiert man ihn eben, Experimente gibt es nicht.
Wieder fängt alles mit einer Vision an. Diese hat Kimberly, die grade mit ihren „Freunden“ (= Ein Haufen Abschaum, ist euch schon mal aufgefallen das Jugendliche in Filmen irgendwie immer als Junkies und Schlampen dargestellt werden?) in den Urlaub fahren will. Sie sieht einen monströsen Unfall, kommt dann in die Realität zurück und das natürlich kurz bevor alles geschieht. Dazwischen werden schon mal einige weitere Figuren eingeführt, die im Verlauf des Films die Opfer werden, da sie durch Kimberlys Vision und ihren darauf folgenden Rettungsversuch eben nicht im Unfalltod enden. Final Destination 2 überrascht schon hier mit relativ krassen Szenen. Der Unfall ist bildgewaltig in Szene gesetzt, es spritzt Blut, der Firebirdfahrer verbrennt und schreit dabei. Dass der Film mit diesen Szenen ab 16 freigegeben wurde ist schon fast eine Farce wenn man sich ansieht was für vergleichsweise harmlosere Filme auf dem Index stehen. Wieder mal darf an der Zurechnungsfähigkeit unserer tollen Behörden gezweifelt werden.
Es wird wieder das gleiche Prinzip wie im Vorgänger angewendet: Jene die überlebt haben, werden langsam vom Tod eingeholt und einer nach dem anderen stirbt. Allerdings haben sich dieses Mal die Macher wesentlich mehr Mühe geben, den Tod spannender zu inszenieren. Schon allein deshalb, weil die Charaktere in tödliche Situationen geraten und diesen knapp entkommen nur um dann doch zu sterben. Das erste Todesopfer allein macht das recht deutlich. Er kommt zu seinem Apartment und stolpert dabei über eine Puppe, dieser Puppe fehlt das rechte Auge und er tritt auf ihren Kopf. In der Wohnung angekommen sieht man dann wie Magneten auf dem Kühlschrank das Wort Eye ergeben. Unser Opfer macht sich was zu essen und es bricht ein Feuer auf, in panischer Angst versucht er aus der Wohnung zu flüchten was zuerst natürlich nicht gelingt. Im letzten Moment schafft er es aber doch. Wird er überleben? Natürlich nicht, auf dem Weg nach unten stolpert er auf der Feuerleiter und landet auf dem Boden. Die Feuerleuter macht sich selbstständig und kracht auf ihn drauf, wobei sie sich durch sein Auge bohrt. Das ist, vor allem durch die Hinweise, die man vorher schon sieht, die aber nicht sofort auffallen, sehr interessant gemacht.
Leider verliert sich der Film eben in diesem Prinzip und schlachtet es bis zum letzten aus. Praktisch jeder der stirbt, stirbt nicht sofort, sondern einige Momente später. Irgendwann wirkt das einfach etwas plump. Zumindest aber sind die Sterbeszenen interessant und abwechslungsreich inszeniert.
Bezug zum ersten Teil wird eigentlich nur dadurch genommen, dass an einer Stelle der altbekannte John Denver Song läuft und Clear Rivers auftaucht um mehr oder weniger deplatziert Hilfestellung zu leisten. Schauspielerisch gibt man sich solide. Keiner der Schauspieler wirkt übermäßig toll oder schlecht, es ist guter Durchschnitt.
Aber durch die Tatsache, dass es etwas explizierter zur Sache geht und man die Todeszenen etwas herauszögert hat mir dieser Film etwas besser als der erste Teil (dem ich persönlich eine 7/10 gegeben hätte) gefallen. Nur ist das eben auch das Problem von dem Film: Wer den ersten Teil schon kennt, kann sich den Nachfolger praktisch sparen, denn viel Neues kommt nicht. Wer Final Destination noch nicht kennt, greift am Besten direkt zu Teil 2.
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