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Frog Song PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
11.07.2008

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Pink Movie bzw. Pinku Eiga, wie das Ganze in Japan heißt, dürfte hierzulande wohl nur den wenigsten ein Begriff sein und eigentlich ist dieses Genre schon in den 80ern ausgestorben. Schlicht gesagt sind Pink Movies nichts weiteres als erotische Filme, die anders als die Softpornos, die man hierzulande aus dem Nachtprogramm kennt, eine Handlung haben. Meist findet man da sogar mehr Handlung und Sinn als in manchem „richtigen“ Film. Pinku Eiga war in Japan vor allem in den 60er bis frühen 80er Jahren recht beliebt. Dieser Film ist aber von 2005.

Die erste Hauptfigur ist Akemi, die gerade von ihrem zuhause flieht, nachdem sie erfährt, dass ihr Freund sie betrogen hat. Dort trifft sie auf Kyoko, die Mangas produziert, aber eigentlich Prostituierte ist. Im Laden streiten sich die beiden noch, raufen sich aber schon schnell zusammen und es entsteht eine reichlich merkwürdige Freundschaft.

Tatsächlich ist Frog Song ein reichlich merkwürdiger Film und ganz sicher nicht für jeden Menschen geeignet. Mal abgesehen davon, dass man für Sexszenen was übrig haben sollte, fallen diese in 2 Fällen (die aber zum Glück recht kurz gehalten sind) in das eher bizarre SM-Gewerbe ab. Auch die Freundschaft zwischen den beiden Frauen ist etwas merkwürdig. Akemi will Kyoko davon überzeugen, dass sie doch recht gut von ihren Mangas leben könnte, während Kyoko Akemi in die Prostitution zieht, womit sie sich aber nie richtig anfreunden kann.  
Das andere Merkwürdige ist der Frosch. Vom Titel kann man ja schon ableiten, dass dieser im Mittelpunkt steht. Aber warum und wofür und ob das wirklich als eine Metapher gelten soll, darf mal jeder für sich selbst entscheiden.
Anfangs ist das noch gar nicht so extrem. Akemi hat eben einen Plüschfrosch dabei, den schleppt sie überall mit. Dann kauft sie sich einen Plüschfroschanzug und wenn die beiden Mädels (und die eine dann eben so verkleidet) zum „Frog Song“ tanzen und rum springen, weiß man, das man es mal wieder mit einem Film aus Asien zu tun hat. Sehr gelungen und völlig unerwartet ist auch die Tanzeinlage ganz am Ende.

Gefallen hat mir der Film allerdings, es ist eben mehr ein Drama und ohne die Sexszenen (oder diese gekürzt) könnte das sogar als eine Art Kunstfilm durchgehen. Vielleicht kann man diese Szenen aber auch als eine Art Anprangerung an die japanische Gesellschaft und ihre merkwürdigen, sexuellen Vorlieben ansehen. Denn wirklich erotisch ist das nicht gedreht, sondern eher distanziert, auch beim „normalen“ Sex und eben bis hin zu harten Szenen, wenn Akemi vor die Wahl gestellt wird, ob sie lieber Sex hat oder sich mal verprügeln lässt und irgendwie ist es schon bezeichnend, dass sie lieber letzteres wählt.

Die Schauspieler sind mir gänzlich unbekannt, was auch daran liegt, dass die meisten eben aus dem Erotikbereich kommen und da kenn ich mich gar nicht aus. Dafür machen sie ihre Sache aber gut, wobei etwaiges Overacting bei dem Film gar nicht mal so sehr fehl am Platze wirkt.

Insgesamt hat mir Frog Song doch erstaunlich gut gefallen. Die Handlung ist interessant und hat durchaus Anspruch. Ist man also für solche Filme offen, sollte man sich Frog Song einmal ansehen.

Bewertung
7,5/10
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