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Future War PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
19.10.2008
Hilfe, die Gummidinos sind los.
Und die Cyborgs.
Und Pappschachteln.

Mehr fällt mir zu diesem komischen Etwas, das sich Future War nennt, nicht ein.

Irgendwie schafft es der Film gleichzeitig in der Zukunft, der Gegenwart und der Vergangenheit zu spielen. In der Zukunft haben böse Cyborgs die Menschheit versklavt und sie haben spurensuchende Dinosaurier, die Tracker heißen und die Erde kennen sie nur aus der Bibel und nennen sie Himmel. Eines Tages kann ein Sklave fliehen, er heißt schlicht Runaway, für einen Namen hat es nicht gereicht. Er landet in Los Angeles, das LA der Gegenwart und die Cyborgs machen nun Jagd auf ihn, mitsamt ihren niedlichen Dinos. Runaway trifft auf eine Frau (Ganz klischeehaft: Die Ex-Nutte die jetzt Nonne ist) und es kommt zum Kampf zwischen Pappkartons.  

Denn Future War ist unglaublich billig, wüsste ich es nicht besser, würde ich auf einen Trashfilm aus den 80ern tippen. Stattdessen ist er von 1994 und man erlebt Dinos (Die knapp ’nen Meter hoch sind) in Stop-Motion durch die Gegend zuckeln. Dass sie aus Gummi sind, sieht man ihnen direkt an, man gab sich nicht mal die Mühe, das zu kaschieren. Und es sieht nun mal lächerlich aus, wenn ein grunzender Dino auftaucht, alle Menschen in Panik kreischen, man aber sieht das dieses Vieh kleiner als die Mülltonne neben ihm ist…  
Der eine Cyborg ist auch sehr ulkig. Er hat einen Pornoschnauzer, trägt nen lockigen Vokuhila, hat sein Gesicht weiß geschminkt, eine „futurstische“ Plastikrüstung an und sein „Display“ sieht lächerlicher aus als das vom Predator. Klasse.

Gedreht wurden große Teile des Films in Lagerhallen und hier kommen die Pappschachteln ins Spiel, so viele habe ich in keinem anderen Film bislang gesehen. Die ultimative Szene gibt es dabei zu Beginn beim Kampf zwischen Runaway und dem Pornocyborg. Die prügeln sich zwischen den Kartons und bewerfen sich mit selbigen, was man wirklich gesehen haben muss. Es ist unglaublich.

Was mir noch sehr stark auffiel, ist die Kleidung. Das Motto von Future War ist wohl „Flanellomania is running wild“. Beinahe jeder trägt ein Flanellhemd. Fast so, als hätten die Produzenten vor Drehbeginn einen Woolworth überfallen (oder Al Borlands Kleiderschrank).

Von den Schauspielern darf man natürlich nichts erwarten, die meisten sind mir sogar recht unbekannt, als großer „Star“ des Films wird Daniel Bernhardt angepriesen. Der spielte in Bloodsport 2-4 die Hauptrolle und in Matrix Reloaded. Dass auf dem DVD Cover erwähnte „Matrix Recolution“ ist mir aber völlig unbekannt…
Aber die DVD Schachtel allein ist schon fast den Preis wert. Bernhard wird angepriesen und es wird gesagt, dass dieser Film „seine actionreichste Rolle nach Bloodsport“ wäre. Der „All Movie Guide“ beschreibt diesen Film als „höchst amüsanten Edelstein“.

Sehr amüsant und unterhaltsam ist er auch, denn so was schlechtes sieht man selten und hier gilt mal wieder, dass es so scheiße ist, dass man gut unterhalten kann. Stellenweise wird es zwar etwas öde, aber wenn dann wieder die grunzenden Gummisaurier auftauchen hat man was zum Lachen.

Bewertung
7,5/10
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