|
Parodien zu Star Trek gibt es ja unzählige, einige sind nett, die meisten schlecht. Auch Galaxy Quest ist in erster Linie eine Satire über Star Trek, bietet aber noch viel mehr, denn auch die Fans solcher Serien, welche die Schauspieler wie Götter verehren, alles sammeln und jedes Jahr zu Conventions fahren werden hier zur Zielscheibe.
Galaxy Quest war eine Science Fiction Serie die bis Anfang der 80er lief. Sie wurde zum Kultobjekt, aber das half den Schauspielern auch nichts, die nach dem Ende der Serie nicht mehr viel erreichten und nur noch von einer Convention zur nächsten tingeln. Jason Nesmith war der Star der Serie, zumindest hält er sich für diesen, da er ja den Captain Peter Taggart spielt. Er hat ein riesiges Ego, denkt dass der ganze Erfolg der Serie allein auf ihn zurück zu führen ist und denkt ferner, dass er auch heute noch der große Star ist. Ja, das erinnert schon sehr an William Shattner. Alexander Dane ist dann so etwas wie der Leonard Nimoy des Films. Er spielte Dr. Lazarus of Tev'Meck und ist von dieser Rolle absolut genervt, natürlich kommt er auch mit Taggart so gar nicht klar. Gwen diMarco hat in ihrer Rolle (Lieutenant Tawny Madison), die typische SF-Frau verkörpert, hier erinnert sie sehr stark an eine Mischung aus Uhura und Deanna Troi und ihre einzige Aufgabe war es, gut auszusehen und nebenbei alles zu wiederholen was der Computer im Raumschiff sagt. Als dieser Haufen sich gerade mal wieder auf einer Convention streitet, kommen ein paar Außerirdische an. Diese haben die Serie empfangen und halten diese für historische Aufzeichnungen und da die Crew der Galaxy Quest so heldenhaft gegen alles Böse kämpft, wären sie perfekt für die Rettung des Universums. Denn dieses wird natürlich von einem bösen Alien bedroht.
Natürlich muss man Star Trek kennen, um diesen Film wirklich zu verstehen. Es gibt extrem viele Anspielungen, nicht nur auf die Charaktere der Originalserie und Next Generation sondern auch kleine Szenen werden parodiert. Am Ende des Films wird die Serie nach 18 Jahren fortgesetzt. Star Trek TNG startete 18 Jahre nach TOS und genau wie Kirk in der Serie, verliert auch Taggart nach einem Kampf sein Hemd und das Raumschiff des bösen Saris sieht fast genauso aus wie das Raumschiff in der Star Trek Folge The Doomsday Machine. Die Macher haben sich hier wirklich große Mühe gegeben, so viele Anspielungen wie möglich rein zubringen und die meisten gekonnt zu verstecken.
Überzeugen können auch die Schauspieler. Tim Allen hat nach Home Improvement ja hauptsächlich schlechte Filme produziert. Galaxy Quest ist da tatsächlich sein bester, vielleicht auch, weil er hier nicht die alleinige Hauptrolle hat und nicht immer im Mittelpunkt steht. Allan Rickman kennt man noch von Die Hard, mit viel trockenem Humor die Rolle des genervten Schauspielers und das macht er sehr gut. Sigourney Weaver hat mit Sci-Fi Filmen ja schon ein wenig Erfahrung, mit blonden Haaren sieht sie irgendwie merkwürdig aus, aber das passt zur Rolle die ja auch eigentlich gar nicht so wirklich zu ihr passt und trotzdem kann sie überzeugen.
Ganz ohne Schwächen kommt dieser Film dann aber leider doch nicht aus. Es ist ja schon merkwürdig, dass die Aliens ein Raumschiff aus einer Fernsehserie nachbauen können, ohne Baupläne oder sonstiges zu haben und dass dann dort auch noch diese vollkommen unbekannte Omega 13 funktioniert ist schon ein wenig unglaubwürdig. Auch hätte man sich gewünscht, dass der böse Sarris ein wenig fieser rüberkommt.
Galaxy Quest bleibt trotzdem ein sehr unterhaltsamer Film und eine gelungene Parodie zu Star Trek.
Im Forum kommentieren |