Home arrow Filme arrow Ginger Snaps Back 19 Mai 2012  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
Ginger Snaps Back PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
22.09.2007

Image 

Die Frage, die man sich beim dritten Teil von Ginger Snaps stellt, ist wohl: „Wie zur Hölle kann man da noch einen dritten Teil machen?“ – denn eigentlich war mit dem zweiten Teil alles zu Ende. Ginger schon längst tot, Brigitte in einen Werwolf verwandelt, der in einen Keller gesperrt wurde, und die Macher waren zum Glück nicht so dumm, einen dritten Teil mit der absolut nervigen Ghost zu produzieren. Was also ist Teil 3 der Reihe? Ein Prequel, aber irgendwie auch ein Remake von Teil 1.

Ginger und Brigitte sind wieder da, aber dieses Mal eben im 19. Jahrhundert. Natürlich wüteten auch damals schon Werwölfe durchs Land. Werwölfe - und nicht nur ein einziger - und scheinbar ist auch das ganze Land schon ausgestorben, denn die beiden Schwestern irren durch eine Schneelandschaft und treffen nur auf eine alte Frau, die natürlich wirres Zeug faselt. Sie wird sich später als Seherin herausstellen. Welch Überraschung. Aber erst mal wird weiter durch den Schnee gelaufen, bis Brigitte in einer Bärenfalle landet. Zum Glück taucht ein Indianer auf, der sie befreit und die beiden zu einem Fort führt. Dort leben auch nur noch wenige Menschen, welche gegen die Werwölfe kämpfen, aber kaum noch eine Chance haben. Dementsprechend unfreundlich sind sie. Im Fort läuft auch ein verwandelter Junge rum, der Sohn des Fortleiters, welcher krampfhaft versucht, den Entstellten zu verstecken. Das gelingt aber nicht immer und wer, außer Ginger, sollte von ihm schon gebissen werden? Damit kommen wir also zum Remake von Teil 1. Brigitte versucht Ginger zu helfen, sie zu verstecken und zu schützen vor den Männern. Klappt natürlich nicht und auch der Indianer stellt sich bald als doch nicht ganz so freundlich heraus.

Im Großen und Ganzen also ein Remake. Darunter leidet der Film eben sehr, denn Spannung kommt bei dem Film kaum auf, man kann sich schon denken wie es weiter geht, auch wenn das Ende dann zumindest ein klein wenig überraschend ist.
Dazwischen sieht man einen konventionellen Abenteuerfilm angesiedelt in der Kolonialzeit. Horror? Nicht wirklich, eigentlich gar nicht. Recht harmlos ist der Film auch noch. Ein wenig Blut spritzt hier, da brennt jemand. Aber irgendwie ist das Ganze schon arg harmlos geraten.

Genauso kommt er auch nicht wirklich in Fahrt. In der Mitte wird sehr viel Zeit mit Gelaber zugebracht, die Angriffe der Wölfe und den Kampf gegen sie, hört man nur. Hier merkt man sehr deutlich, wie niedrig das Budget ist. Ich denke mit ein paar Millionen mehr, hätte man das richtig klasse inszenieren können. Sieht man dann die Werwölfe, ist man auch enttäuscht, denn gut sehen die nicht aus. Aber das war bei den anderen beiden Vorgängern auch nicht anders. Leider.
Was bleibt ist ein gelungenes Ende, wenn Brigitte ihre Vision hat und am Ende Ginger halb verwandelt mit Werwölfen das Fort stürmt. So etwas hat man zwar so schon in einigen Horrorfilmen gesehen, ist aber auch hier toll in Szene gesetzt.
Da wird der Film dann richtig klasse, aber das ist schneller vorbei, als man den Filmtitel aufsagen kann.

Atmosphärisch gab man sich wohl große Mühe. Die Bilder sind nett, das Fort sieht gut aus, die Blaufilter erzeugen in Verbindung mit dem Schnee tolle Bilder. Aber wo zur Hölle ist die Musik? Ein anständiger Score hätte das Ganze noch verbessern können, aber irgendwie bleibt das was man im Film hört nicht wirklich hängen. Ich kann mich schon nicht mal mehr erinnern, ob da überhaupt was war.

Die Schauspieler geben sich zumindest große Mühe. Emily Perkins und Katharine Isabelle überzeugen absolut, aber der heimliche Star des Films ist dann doch eher der Indianer. Den Schauspieler (Nathaniel Arcand) kennt wohl niemand, aber er dreht hier mächtig auf.

Insgesamt ist Ginger Snaps Back eine Enttäuschung. Das meiste hat man schon mal gesehen, wirkliche Überraschungen sucht man vergeblich und ob es sich lohnt, den Film nur wegen der letzten 15-20 Minuten zu sehen? Wohl kaum.

Bewertung
4,5/10
Im Forum kommentieren
 
< Zurück   Weiter >
Top of Page