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Ginger Snaps: Unleashed PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
23.03.2007

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Die Fortsetzung des Kult-Schockers. So steht es auf der Schachtel und man weiß nicht, woran man sich mehr stören soll. Der inflationäre Gebrauch des Wortes Kult - und kann ein Film, der erst wenige Jahre alt ist schon Kult sein? Oder ist es doch eher das Wort Schocker? Denn zugegeben, Ginger Snaps war ein toller Horrorfilm, aber ein Schocker wohl nicht.
Auch der zweite Teil ist kein Schocker, das kann er auch gar nicht sein. Ginger Snaps war eine Independentproduktion und konnte sich dadurch mehr erlauben. Der Film hat sich eine Fangemeinde erarbeitet, also ist es klar, dass man beim Nachfolger versucht ins Mainstream Publikum zu brechen. Das ist bevölkert von Pussies und so ist es kein Wunder, dass dieser Film als FSK 16 rauskommt.

Ein wenig blutig ist es schon noch, immer dann, wenn der Werwolf auftaucht. Dieser jagt Brigitte, die nach dem Tod ihrer Schwester Ginger allein lebt und vom Virus langsam zerfressen wird. Mit einem Mittel kann sie die Verwandlung nur verzögern, aber sie aufzuhalten ist unmöglich. Auch wird sie natürlich immer immuner gegen das Mittel und so ist es kein Wunder, dass sie eine Überdosis erleidet. Sie wird aber gefunden, natürlich für einen Junkie gehalten und kommt so in eine Entzugsklinik. Hier lernt Brigitte Ghost kennen, eine Insassin, die sich sehr zurückzieht und der typische Außenseiter ist. Da es beide dort nicht lang aushalten und vor allem schon wieder der Werwolf auftaucht, beschließen sie zu flüchten.

Ginger Snaps 2 ist eigentlich mehr Thriller oder Drama, denn Horrorfilm. Die erste Hälfte des Films verfolgt man nur Brigitte und ihr Leben in der Heilanstalt, die natürlich so klischeehaft wie möglich dargestellt wurde. Alle Insassen sind Junkies und es gibt ja immer einen Aufseher, der diesen Drogen beschafft, aber natürlich Sex als Gegenleistung fordert. Irgendwie ist das schon wieder zu dämlich und das hätte es gar nicht gebraucht.

Man stellt sich auch die Frage, wo die Eltern von Brigitte sind. Diese müssten ja leben und bedenkt man, dass sie im ersten Teil noch mitten in der Pubertät war, ist es erstaunlich, dass sie hier schon völlig allein lebt, ohne Arbeit, ohne Geld…ohne irgendwas.
Ginger ist ja tot, aber man musste sie natürlich einbauen. So taucht sie ab und zu in den Wahnvorstellungen Brigittes auf und darf ein paar Szenen kommentieren. An sich recht überflüssig.

Als neue „Ginger“ hat man nun Ghost. Ich finde sie nervig, sehr nervig. Aber sie ist eben essentiell wichtig für den Film, vor allem wegen des sehr überraschenden Endes. Mit diesem rechnet man so tatsächlich nicht und er sorgt für einen gelungenen Überraschungsmoment. Ansonsten erinnert sie an Kinder in Filmen. Dumme Sprüche, nerviges Verhalten und zu sehr in den Mittelpunkt gedrängt.

Nach dem Aufenthalt in der Klinik kommt die schnelle Flucht und der Film verliert sich in überflüssigen Längen, als die beiden eine Hütte erreichen. Diese steht natürlich mitten im Wald und da soll Ghost leben. Warum flüchtet man in Horrorfilmen immer in Hütten mitten im Wald?
Die Längen stören auch ein wenig. Viele Dialoge hätte man sich gut sparen können und obwohl der Film mit 90 Minuten recht kurz ist, hätte man ihn wohl noch mal um 10-15 Minuten kürzen können. Dann wäre der Film nicht besonders lang geworden, aber dafür vielleicht besser.

Gut sind dagegen wieder die Special Effects, obwohl der Film ein noch geringeres Budget als Teil 1 hatte, hat man den Wolf nun in CGI animiert und das sieht erstaunlich gut aus, aber man sieht ihn eh nur selten. Die Masken, vor allem Brigittes Verwandlung, sind sehr gut gelungen.

Ginger Snaps 2 ist keine absolute Katastrophe, es ist ein nettes Sequel zu einem Film, der eigentlich kein Sequel benötigt und so schon ansehbar.

Bewertung
6/10
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