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Glen or Glenda PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
21.10.2006

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„I changed my Sex“ war der ursprüngliche Titel des Films und sollte von George William Jorgensen handeln. Er war der erste Mann, der sich einer Geschlechtsumwandlung unterzog und zu Christine Jorgensen wurde. Aber dann zwängte sich Ed Wood in dieses Projekt. Es sollte sein erster Film werden und er schrieb nicht nur ein komplettes Drehbuch, sondern führte auch Regie und übernahm die Hauptrolle. Unter dem Titel Glen or Glenda hatte dieser Film mit dem ursprünglichen Plan nichts mehr zu tun. Das Thema Geschlechtsumwandlung wird nur noch am Rand angeschnitten, stattdessen geht es jetzt um Transvestitismus. Denn auch Ed Wood selbst war Transvestit und zog gern Frauenkleider an.

Der Anfang lässt erstmal einen ganz anderen Film vermuten. Wir sehen Bela Lugosi als Wissenschaftler, der merkwürdige Dinge faselt. Da wird vom grünen Drachen gesprochen, der kleine Jungen, Welpenschwänze und dicke Schnecken frisst und auf der Türschwelle sitzt, weshalb man sich in Acht nehmen sollte. Dann ruft er laut mehrmals Pull the String, was er im weiteren Filmverlauf noch ein paar mal sagt, darunter einmal, als man eine mehr als unpassende Szene einer wilden Büffelherde sieht. Stock-Footage ist das nächste Stichwort. Davon gibt es in diesem Film exzessiv viel zu sehen. Scheinbar war der Film im Ursprung zu kurz und so sieht man mehrfach das gleiche Gewitter, den gleichen Highway entweder bei Tag oder Nacht und eine Menge weiterer unpassender Szenen, bis es sogar in den 2. Weltkrieg geht. Insgesamt über 13 Minuten sich ewig wiederholendes Stock-Footage, dürfte wohl auch Rekord sein.

Die Handlung ist gleichermaßen verwirrend. Es geht um Glen, der sich eben in Glenda verwandelt, und irgendwann beim Psychiater ist. Unterlegt wird das von einem Interviewer und eben dem Psychiater, ersterer fungiert als Erzähler aus dem Off und der Arzt ist wohl ein ganz schlauer Bursche, denn er weiß, warum Männer lieber Frauen sein wollen. Männer müssen Hüte tragen, die so eng sind, dass sie die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrechen und das führt zu Haarausfall. Frauen haben ja viel bessere Hüte, vor allem aber haben sie auch bessere und bequemere Kleidung. Das sind ja wirklich mehr als gute Gründe… Bei den Dialogen hat man auch generell viel zu lachen, denn sie sind einfach absolut stümperhaft. Verwirrend und absolut merkwürdig, dagegen eine viel zu lange Traumsequenz von Glen(da) in der auch noch der Teufel auftaucht.

Leider erreicht Glen or Glenda dabei nicht wirklich das Trashpotential von Plan from outer Space, aber er ist doch einigermaßen unterhaltsam.

Bewertung
7/10
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Letzte Aktualisierung ( 25.02.2007 )
 
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