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Die Gremlins. Das sind Fabelwesen, die das erste Mal 1942 mitten im zweiten Weltkrieg in Berichten der englischen Royal Air Force auftauchten. Hier waren sie noch böse kleine Monster, die Flugzeuge zum Absturz brachten. Über die Jahre wurde dieses Konzept schon öfter in Filmen verarbeitet, unter anderem bei den Looney Tunes und natürlich am bekanntesten in einer Folge der Twilight Zone. 1984 kam dann der Gremlins Film ins Kino, mit der alten Sage hat er aber relativ wenig gemeinsam, denn die Monster hier vergreifen sich nicht an Flugzeugen, sondern lieber gleich an Menschen.
Alles fängt mit Randall Peltzer an, er hält sich für einen Erfinder, aber seine Erfindungen sind meist ziemlicher Mist und kaufen will die eh niemand. Trotzdem fährt er nach Chinatown, weil er sich dort mehr Erfolg verspricht und gleichzeitig sucht er dort nach einem Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn Billy. Schon bald landet er in einem merkwürdigen Kruschladen und findet da einen Mogwai, ein merkwürdiges Tier, das aber ganz niedlich aussieht. Das ideale Geschenk, würde der Besitzer nicht gleich mit einer Warnung ankommen, dass es ein böses Tier ist und man Regeln befolgen soll. So darf man ihn nicht mit Wasser in Berührung bringen, Sonnenlicht und generell helles Licht mag er auch nicht und er darf nach Mitternacht nichts mehr essen. Ich glaub jeder normale Mensch wäre da sofort davon gelaufen. Mogwai heißt auf kantonesisch so viel wie „Böser Geist“, der Besitzer des Ladens sieht aus wie Vadder Abraham und Regeln muss man auch noch einhalten und wann darf man das Viech dann füttern, wenn es doch praktisch immer nach Mitternacht ist (Der große Logikfehler des Films). Natürlich kommt Gizmo, so wird der Mogwai von Billy genannt, schon bald mit Wasser in Berührung, was zu seiner Vermehrung führt und die Gremlins, die dabei entstehen sind so richtig böse, sehen auch richtig fies aus und sorgen schon ganz schnell für Chaos in der Stadt.
Ein Horrorfilm ist Gremlins eigentlich nicht, eher eine richtig böse Komödie. Trotzdem wurde der Film für die Gewalt und einige Szenen kritisiert und die amerikanische Behörde für Filmfreigaben sah sich nach Gremlins (und Indiana Jones und der Tempel des Todes) dazu gezwungen, das Bewertungssystem zu überarbeiten und ein PG-13 einzuführen. Die fiesen Gremlins sind aber eigentlich lustig und man wünscht sie sich direkt als Haustier zur Vertreibung nerviger Vertreter und der Zeugen Jevohas. Im Film gehen sie auch lustig ab und befördern eine alte Omi durch einen kurzgeschlossenen Treppenlift Richtung Himmel. Sehr genial auch ihr Zwischenstopp in einer Bar, die sie sobald auseinander nehmen und dann ein Kino stürmen, um sich Schneewittchen anzusehen.
Neben den Gremlins sehen die Schauspieler doch recht alt aus, die Puppen sind einfach zu real und lebensecht gestaltet und erobern schnell die Leinwand. Abgesehen davon, haben die Schauspieler meist die Szenen, die hier eher ein wenig nerven. So zum Beispiel Kate, die eine Geschichte erzählt, wo sich ihr Vater als Weihnachtsmann verkleidet und sich das Genick bricht, als er in den Kamin klettert. Eine altbekannte Urban Legend, aber hier weiß man nun nicht, ob das irgendwie dramatisch wirken soll oder mehr schwarzer Humor ist. So wirkt das einfach völlig deplatziert und schlecht gemacht. Ein lustig-genialer Film ist Gremlins trotzdem.
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