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Geschrieben von ShadowAngel
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28.07.2007 |
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Rob Zombie kennt man in erster Linie als Musiker. 2003 versuchte er sich das erste Mal als Regisseur. Natürlich kam dabei ein Horrorfilm raus, was auch sonst?
Eine echte Handlung hat der Film eigentlich nicht. Im Prinzip ist es nur eine Zitatesammlung großer 70er Jahre Horrorklassiker vermischt mit dem trashigen Flair des 80er Jahre US Horrorkinos. Am meisten wurde bei Texas Chainsaw Massacre kopiert. Auch hier haben wir eine verrückte Familie, die gerne Opfer zerlegt und statt Leatherface ist es ein Clown. Der wirkt dabei nicht so gruselig wie ES, sondern eher ein wenig überdreht, aber böse ist er allemal.
Wobei man böse nicht sagen kann, denn der Film glorifiziert diese Familie und stellt sie quasi als Anti-Helden da, bei denen die Sympathie des Publikums liegt. Die Opfer sind auch viel zu schnell tot und meist ist man darüber sehr froh. Nervige Teenies, Cheerleaders. Ich denke, nicht nur ich würde bei denen lieber zur Kettensäge greifen, als alles andere.
Dass die Macher und Schauspieler Spaß bei der Produktion des Films hatten, merkt man dabei auch zu jeder Zeit. Es ist tatsächlich seit langer Zeit mal wieder ein amerikanischer Film, wo man dieses Gefühl hat und das geht auch bei der DVD nahtlos weiter, mit den tollen Menüs.
Trotzdem, der Film ist nicht gut. Auch wenn Rob Zombie einige nette Ideen bei der Kameraarbeit hatte und mit Splitscreen oder Farben spielt, man kopiert einfach zu viel und so stellt sich schnell das Gefühl ein, das man das doch schon mal irgendwo gesehen hat. Auch wird einfach viel zu viel auf den Zuschauer losgelassen. Der Film dauert 90 Minuten und birgt eine Bilder- und Effektflut in so einem Tempo in sich, dass man das wohl locker 10-15 Minuten länger hätte machen können. So wirkt es absolut übertrieben und es ist zu viel und man wünscht sich, dass es mal ein paar ruhige Momente gibt. Den Overkill erreicht das Ganze dann mit dem Auftauchen von Dr. Satan. Er ist recht überflüssig.
Außerdem fehlt einfach ein Spannungsbogen. Die Familie mordet sich lustig durch die Botanik und man weiß schon am Anfang, dass sie den Film überleben werden, wogegen praktisch jeder andere das nicht wird.
So ist House of 1000 Corpses sicher ein netter Erstling für Zombie, da haben andere Regisseure mit ihren Debüts viel größeren Mist abgeliefert. Aber mehr als gerade noch so Durchschnitt ist das hier präsentierte nicht.
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Letzte Aktualisierung ( 12.08.2007 )
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