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House of the Dead PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
29.04.2007

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House of the Dead…wer es nicht kennt, das ist ein Lightgun Shooter von Sega, der relativ erfolgreich war. Aber Lightgun Shooter sind stupide, weil man nichts weiter macht, als Gegner abschießen. Story? Gibt’s nicht. Abwechslung? Gibt’s auch nicht. Aber es steckt vermutlich wesentlich mehr Intelligenz in dem Spiel mit den grunzenden Zombies als in Uwe Boll.
Die Story ist deshalb auch richtig spannend. Eine Horde dummer Teenies, darunter natürlich viele kreischende Mädels Feiern auf einer Insel eine Party. Tolle Sache…natürlich heißt die Insel „Isla de la Muerte“, da haben sie sich ja mal was ganz ausgefallenes einfallen lassen.
Ein anderer Trupp Teenies, die wohl so etwas wie die Hauptfiguren sein sollen, lassen sich an Bord des Schiffs von Captain Kirk (Hier stelle man sich das völlig zugekiffte Produktionsteams am Diskussionstisch vor „Höhöhö, ich hab ne geile Idee, wir nennen den Kapitän Kirk, dann können wir noch einen dummen Star Trek Witz einbauen“) zu besagter Insel bringen, nur um dann festzustellen, dass hier niemand mehr ist.
Dann tauchen Zombies auf und unsere dummen Teenies werden zu dummen Rambos.

Das wichtigste bei Boll ist natürlich viel nackte Haut, wahrscheinlich kriegt er selbst nichts ab und muss sich deshalb daran aufgeilen, denn die meisten Szenen sind recht sinnlos. Dumm-quiekendes Teenie hüpft ins Wasser, dann blubbert es im Wasser ein wenig, sie rennt raus, ihr Freund ist weg, sie rennt einfach mal sinnlos in den Wald, ist plötzlich wieder angezogen und findet in einer Hütte mitten im nirgendwo ihren Freund der grad von ein paar Zombies zerlegt wird. Spannung soll hier wohl gar nicht aufkommen und auch die Splattereffekte, die man gar nicht so nennen darf, sind völlig mies. Das bringt selbst Ittenbach mit 1/1000 des Budgets besser zustande.

Recht stark gekifft muss der gute Boll auch gehabt haben, als er auf die wunderbare Idee kam, Szenen aus dem Spiel in den Film einzubauen. Zwischen den Shootouts gibt es einen schnellen Schnitt und man sieht eine völlig unpassende Szene aus dem Spiel. Die Teenies stehen im Wald und schießen auf Zombies, dann kommt die Szene aus dem Spiel die in einem Haus stattfindet. Was soll das? Mal abgesehen davon, dass es furchtbar lächerlich aussieht, haben sie auch tatsächlich das originale House of the Dead genommen, das grafisch mittlerweile ja auch ein Zombie ist. Sieht wirklich klasse aus.

Die große Stärke von Horrorfilmen ist normalerweise die Musik. Sie sorgt für Atmosphäre. Aber natürlich nicht hier, denn diese völlig unpassende Mischung aus Techno (bzw. was wohl Boll für Techno hält) und billiger NuMetal klingt einfach nur lächerlich. Aber das soll wohl die „Dynamik“ der Shootouts unterstreichen.
Diese sehen aus wie ein Schulprojekt zum Thema Matrix. Denn Bullet Time und das herumfahren der Kamera um eine Person sind heutzutage ja ein Muss. Dumm nur, dass so etwas nur dann richtig klappt, wenn man ein fähiges Team hinter der Kamera hat. Das ist hier natürlich nicht der Fall und genauso peinlich sieht das Ganze aus.

Die Schauspieler sind natürlich genauso schlecht wie größtenteils unbekannt. Lediglich Jürgen Prochnow kennt man noch, aber der hat in Hollywood ja längst seine Karriere die Toilette runtergespült und so wundert es wohl niemanden mehr, dass er auch hier mitspielt.

Die wichtigste Frage also zum Schluss: Hat House of the Dead Trashpotential? Die Frage ist mit einem großen dicken Nein zu beantworten, denn wo Trashfilme meist genauso schlecht gemacht sind, unterhalten sie wenigstens, weil das Team meist selbst den Film nicht absolut ernst gemeint hat. Boll hat hier aber wohl krampfhaft versucht einen richtig ernsthaften Horrorfilm zu machen und so macht einfach absolut keinen Spaß.

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