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Howard the Duck PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
16.03.2007

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Ich wette, George Lucas hat noch heute Albträume von diesem Film. Nach Star Wars hat er ja eine Menge Mist in den 80ern produziert. Auch wenn das meiste mit Star Wars zusammenhing, wie das megatrashige Star Wars Weihnachtsspecial oder die unerträglichen Ewoks Filme. Mitte der 80er vergriff sich George Lucas an einem alten Kultcomic aus den 70ern: Howard the Duck. Tatsächlich war Lucas zu jener Zeit mehr oder weniger pleite, er hat sich bei seiner Skywalker Ranch ziemlich verkalkuliert, denn diese kostete nahezu 100  Millionen Dollar. Er hoffte, dass dieser Film ein riesiger Erfolg werden würde und ihn zurück in die schwarzen Zahlen führt. Das war natürlich nicht der Fall. Gerettet wurde Lucas kurze Zeit später von Steve Jobs, der dessen neu gegründete CGI-Abteilung aufkaufte, aus dieser entstanden dann später die Pixar Studios.

Leider hat man nun aber den Film nicht nah an den Comics gehalten, in denen Howard sehr zynisch und wie der kleine böse Bruder von Donald Duck wirkte. Disney hat Marvel auch tatsächlich verklagt, weil Howard ursprünglich keine Hosen trägt. Man stelle sich das mal vor.
Der Film hat mit den Comics, wie gesagt,  gar nichts gemeinsam, außer Howard und Beverly, die im Film aber Sängerin ist. Schmerzhaft vermisst man hier Bösewichte wie Doctor Bong oder Reverend Jun Moon Yuc und seine Yuccies.

Im Film landet Howard durch ein fehlgeleitetes Experiment auf der Erde, mit ihm allerdings auch der „Dark Overlord of the Universe“, der aber erstmal unsichtbar bleibt und so bekommt zunächst niemand etwas davon mit. Genauso wenig, wie von Howard, der in einem dreckigen Hinterhof irgendwo in Cleveland landet. Dort trifft er auf Beverly, die sich mehr schlecht als recht durch billige Bars kämpft. Sie will Howard helfen, damit er wieder auf seinen Planeten zurückkehren kann. Irgendwann treffen sie dann auf Dr. Jennings, der quasi dafür verantwortlich ist, dass Howard nun auf der Erde landet. Kurz bevor Howard zurückgeschickt werden soll, taucht dann der böse, dunkle Overlord auf.

Howard the Duck wurde von Kritikern zerrissen, natürlich auch von Fans des Comics und da der Streifen mit rund 30 Millionen Dollar Budget alles andere als ein B-Film ist, war er finanziell ein ziemlicher Flop.
Generell wird der Film auch gern als einer der schlechtesten aller Zeiten genannt. Nachvollziehen kann ich das nicht und das geht wohl jedem, der schon mal wirklich miese Filme gesehen hat, genauso. Denn trotz all dem Trash, den bunten 80ern und der Tatsache, dass der Film mit den Comics nichts gemeinsam hat, bietet er größtenteils sehr lustige Trashunterhaltung.
Ernst  nehmen darf man Howard the Duck zu keiner Sekunde und das schafft man eh nicht, so überdreht wie das hier alles ist. Zwischendrin begibt sich Howard noch auf Arbeitssuche. Interessanterweise hat hier niemand ein Problem, dass hier eine sprechende und auf zwei Beinen laufende Ente plötzlich in einem Bordell arbeitet.
Allein der Plot ist schon dämlich genug und wie kann man vor einem Monster Angst haben, dass Dark Overlord of the Universe heißt, aussieht wie ein zu groß gewachsener Skorpion und mit einer Grunzstimme redet? Und das ist ja nicht alles, was hier geboten wird, da haben wir noch die trashige Verwandlung des Dr. Walter Jennings und die 80er Jahre Synthiemusik von Thomas Dolby. Was will man mehr?

Vielleicht noch Schauspieler, deren Karrieren durch diesen Film einen ziemlichen Knick bekamen. Lea Thompson in der Rolle der Beverly, die ist zumindest nett anzusehen. Ursprünglich wollte man da Tori Amos verpflichten.
Dr. Walter Jennings wird von Jeffrey Jones gespielt. In dem Film ist er tatsächlich der beste Darsteller, da er einige lustige Momente hat und dann haben wir da noch Tim Robbins. Bei ihm hat man den Eindruck, dass er das Ganze sowieso zu keiner Sekunde ernst nimmt.
Und das sollte am besten niemand, der sich dieses Trashepos ansieht.

Bewertung
8/10
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