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Labyrinth PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
13.09.2009

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In den 80ern musste Fantasy nicht immer eine Ansammlung wildgrunzender Barbaren bedeuten, wie uns dieser 1986 von Jim Henson gemachte Film beweist. Wobei, David Bowie als grunzender Barbar? Das wäre doch mal was witziges.

Stattdessen spielt er hier den Goblinkönig Jareth. Ob er auch aus Nilbog kommt, wird leider nicht geklärt aber schnell steht fest, das die Goblins wesentlich besser aussehen als ihre trolligen Vegetarierbrüder.

Die Hauptperson des Films ist allerdings die 15jährige Sarah Williams, die mal wieder ein typisches Filmkind darstellt: Stress mit den Eltern, ein nerviges kleines Baby als Bruder und erwachsen werden will sie auch nicht, weshalb sie sich in Märchen flüchtet. Als sie eines Abends mal wieder den Babysitter spielen muss, hat sie die Schnauze voll und fleht den Goblinkönig an, das er ihren Bruder beiseite schafft. Jareth lässt sich zweimal bieten und schwups ist das Kind weg, was Sarah schnell zur Erkentnis bringt, dass dies wohl nicht der genialste Wunsch war. Jareth sieht das nicht wirklich ein, Wunsch ist Wunsch. Stattdessen zerrt er Sarah in seine Welt und gibt ihr die Aufgabe den Weg durch das Labyrinth zu seinem Schloss in 13 Stunden zu finden, nur so kann sie ihren Bruder retten. Im Labyrinth angekommen, kennt sich Sarah natürlich erstmal nicht aus, stolpert demzufolge über einige fiese Fallen und trifft auf viele wunderliche Gestalten, von den beißenden Elfen hin zu der reichlich durchgeknallten Fire Gang.
Wie es sich so für einen Fantasyfilm gehören, findet sie aber auch Gefährten, direkt am Anfang den Zwerg Hoggle, der sich aber natürlich bald als Verräter herausstellt, denn Jareth setzt natürlich alles daran, dass Sarah nicht den Weg durch das Labyrinth findet.

Jennifer Connelly war zu dieser Zeit noch recht neu im Filmgeschäft und über Darstellung als Sarah Williams gibt es viele Diskussionen, manche Kritiker bezeichneten es als unterirdisch, andere fanden es toll, ich kann sagen, dass die Darstellung insgesamt gepasst hat.
Allen die Show stiehlt natürlich David Bowie als gemeiner Goblinkönig und das liegt nicht nur an seinen immer viel zu engen Hosen und seiner Glammähne. Er hat natürlich auch direkt den Soundtrack mit einigen netten Liedern beigesteuert.

Jim Henson schuf den Film, der auf einem ursprünglichen Drehbuch von Terry Jones basiert, welches aber von Henson und Dennis Lee umgeschrieben wurde. Wenn Henson schon den Regisseur mimt, dürfen natürlich viele viele Puppen nicht fehlen und so trifft man auf unzählige Goblins und andere Gestalten, die mitunter sehr bizarr wirken. Mit Ludo schließt sich Sarah so auch schnell das typische Zottelmonster in bester Samsonmanier an.
Beeindruckend sind auch die vielen Kulissen, die mit einigen optischen Tricks aufwarten können (wie etwa drei Felsen die, im richtigen Winkel betrachtet, ein Portrait von David Bowie ergeben), hierbei sei vor allem die Kulisse erwähnt, in der das große Finale stattfindet. Es basiert auf dem Bild Relativity von M.C. Escher.

Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen, obwohl ich ihn nun tatsächlich zum ersten Mal sah, anders als viele andere Filme der 80er wirkt er weder angestaubt noch klischeeüberladen, sondern ist einfach ein schöner und unterhaltsamer Fantasyfilm mit guter Musik und tollen Kulissen. Ein paar Längen in der Mitte muss man allerdings in Kauf nehmen.

Bewertung
8,5/10
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