Home arrow Filme arrow Land of the Dead 11 Februar 2012  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
Land of the Dead PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
16.05.2007

Image 

Irgendwie waren die Zombies schon fast ausgestorben, mal abgesehen vom Dawn of the Dead Remake, das niemand braucht, handelten die meisten neueren Horrorfilme eher von „normalen“ Menschen oder Monstern und Mutanten. Und dann kam George Romero.

Die Zombies haben mittlerweile das Land erobert und die überlebenden Menschen haben sich in einer Stadt verbarrikadiert. Mit großen Mauern, elektrischen Zäunen und Wachtürmen könnten sie hier relativ in Ruhe leben. Aber diese Stadt ist natürlich alles andere als perfekt. In der Mitte steht der riesige Wolkenkratzer Fiddler’s Green. Hier leben die reichen Menschen. Sie wohnen hier, haben ein eigenes Einkaufszentrum und sind abgetrennt vom armen Rest, der rund um Fiddler’s Green in einer Art Slum lebt. Diese Menschen aber haben zumindest eine Truppe organisiert, die als zusätzlicher Schutz vor den immer größer werdenden Zombiemassen sein soll. Dummerweise sind da nicht alle Menschen intelligent, manche drehen auch durch und lassen die Zombies plötzlich in die Stadt.

George Romero muss natürlich auch in diesem Film wieder Gesellschaftskritik üben, nach Kritik an der Rassentrennung, dem Konsumrausch und Machtmissbrauch ist es nun die Trennung zwischen arm und reich.
Die größte Änderung betrifft die Zombies selbst, denn diese sind wesentlich intelligenter und erinnern sich sogar an Dinge aus ihrem menschlichen Leben. Dass sie lernfähig sind, wurde ja schon in Day of the Dead durch Bub angedeutet. Ähnlich wie die Menschen sind die Zombies hier auch von Feuerwerken beeindruckt, lassen alles stehen und liegen, um stupide an den Himmel zu gucken. Allerdings funktioniert dieses Ablenkmanöver auch nicht all zu lang.

Tatsächlich ist Land of the Dead auch eine schöne Steigerung, gegenüber dem doch arg enttäuschenden Vorgänger. Die Charaktere hier sind bei weitem nicht so klischeehaft, was wohl auch daran liegt, das hier einfach die Soldaten fehlen, während das böse Oberhaupt von Fiddler’s Green, Paul Kaufmann, eine richtige schöne Hassfigur abgibt. Er wird auch sehr überzeugend von Dennis Hopper gespielt. Mal wieder eine seiner besseren Rollen.
Auch wird ein wenig mehr auf die Charaktere eingegangen, aber, und das ist eigentlich der größte Kritikpunkt an diesem Film: die Laufzeit ist mit etwa 93 Minuten sehr kurz geraten und so wirkt das ganze Geschehen sehr hektisch runtergespult und es bleibt einfach zu wenig Zeit, die Story wirklich auszuarbeiten.

Man merkt auch, dass dieser Film deutlicher, als beispielsweise Dawn of the Dead, für den Mainstreammarkt produziert ist. Die Zombies sehen sehr modern aus, also mehr wie Monster, während sie beim Vorgänger doch noch wesentlich menschlichere Züge hatten. Das andere Problem ist der Gewaltgrad. Es spritzt zwar schön viel Blut und die Zombies fressen reichlich Menschen an, aber irgendwie erwartet man da doch mehr. Vor allem ein wenig mehr schockierendes hätte dem Streifen gut getan.

So ist Land of the Dead eine klare Steigerung gegenüber dem Vorgänger und auch ein recht spannender Film. Aber die ganzen kleineren Kritikpunkte und vor allem die geringe Laufzeit sorgen dafür, dass er an Dawn und Night niemals herankommt.

Bewertung
7,5/10
Im Forum kommentieren
 
< Zurück   Weiter >
Top of Page