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Der letzte Actionheld. Welcher Schauspieler wäre für diese Rolle besser geeignet als Schwarzenegger? Vielleicht noch Stallone. Beide gehörten zur ersten aber auch irgendwie letzten Generation der Actionhelden. Jener Figuren, die übermenschlich groß wirken und eben wie Comicfiguren. Sie dominierten die 80er und waren in den 90ern ausgestorben. Das was danach kam, von Vin „Looks like Shit, acts like shit“ Diesel zu Dwayne “The Rock” Johnson können niemals an jene Figuren rankommen. 1993 sah man wohl schon das Ende der Actionhelden gekommen und was macht man, mit etwas da tot ist? Richtig, man zieht es durch den Kakao.
Ursprünglich sollte Last Action Hero ein richtig harter Film werden. R-Rated, so wie jene Streifen die sich der Film zum Ziel nimmt, von Terminator über Die Hard zu Lethal Weapon. Aber dann kam alles anders und die Studiobosse wollten mal wieder nur das Geld. Herausgekommen ist ein harmloser PG13 Streifen, der zwar immer noch seine Stärken hat, aber auch ein widerlich nervendes Kind.
Kommen wir zur Handlung: Arnold Schwarzenegger spielt sich selbst und gleichzeitig noch seine große Filmfigur Jack Slater. Ein Actionheld wie aus dem Bilderbuch. Drei Filme wurden schon produziert, nun steht der vierte vor der Premiere und der kleine Danny ist großer Fan der Filme. Zum Glück ist er natürlich mit einem Filmvorführer befreundet, der ihm den Film schon mal vor der Premiere vorführt und ihm hierfür eine magische Eintrittskarte schenkt. Diese ist tatsächlich magisch und so findet sich der kleine bald im Film wieder. Mehr Handlung gibt es eigentlich nicht. In den folgenden 90 Minuten hangelt sich die Handlung durch sämtliche Filmklischees und Danny versucht nicht nur Jack Slater klarzumachen, dass er eigentlich nur eine Filmfigur ist, was er natürlich nicht glauben will.
Sehr gekonnt werden hier viele Szenen die einfach in jedem Actionfilm vorkommen, aufs Korn genommen. Vom Actionheld der aus jedem Kampf unverletzt rauskommt über seinen Polizeichef, der natürlich sowohl schwarzer ist als auch ständig am rumschreien (Kennt man ja nicht nur von Sledge Hammer) über die nervige Ex-Frau des Helden bis hin zum guten Polizisten, der sich plötzlich als Bösewicht entpuppt. Zwar sind nicht alle Gags für große Lacher bestimmt, aber gut unterhalten wird man von dem Film auf jeden Fall. Vor allem weil Jack Slater immer mehr von dem „Wir sind hier nur von einem Film“-Generve angepisst ist und dann selbst zurückschlägt, indem er Handlungen vornimmt die er sonst nie machen müsste.
Etwas lahm dagegen das letzte Drittel, als die Filmfiguren in der realen Welt landen und Jack Slater die Premiere seines vierten Films miterlebt und plötzlich Arnold gegenüber steht. Zwar ist die Premiere recht nett gemacht und es gibt zahlreiche Cameos bekannter Schauspieler von Jim Belushi bis Jean Claude Van Damme (wer hier fehlt ist Stallone, der vorher in dem Film schon als Darsteller von Terminator 2 auf einem Poster zu sehen ist) aber es werden einfach noch mal die gleichen Gags gebracht, nur dass sie dieses Mal eben realistisch ausgehen. Im Film explodiert das Auto wenn man darauf schießt, in der Realität eben nicht. Der Auftritt von diesem komischen Tod ist dann auch sehr merkwürdig.
Last Action Hero ist trotzdem ein überraschend unterhaltsamer Film, der Spaß macht. Trotz nervigem Kind, denn als Gegenleistung kriegt man wenigstens schöne große Explosionen zu sehen.
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