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Loaded Weapon 1 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
28.03.2010

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National Lampoon brachte Ende der 70er und Anfang der 80er einige gute Komödien wie Animal House oder Vacation raus. Anfang der 90er sah man sich wohl dazu aufgefordert eine Parodie zu produzieren. Diese waren zu der Zeit richtig angesagt, wie vor allem der Erfolg von Naked Gun zeigt. New Line Cinema plante etwa zur gleichen Zeit einen Film mit Sledge Hammer zu produzieren, die Serie war kurzlebig, aber  Anfang der 90er dank Syndication  richtig populär. Aus dem Plan wurde aber nichts und so nahm man die Grundlage und machte mit National Lampoon gemeinsame Sache. Was kann da noch schief gehen?

Leider vieles. Die Handlung ist bei Parodien natürlich Nebensache und dient nur als Aufhänger um möglichst viele Witze und Anspielungen zu bringen. Zwei Cops sind auf der Jagd nach einem Bösewicht der selbst einem Mikrofilm nachjagt, während er ein Pfadfinderunternehmen das Kekse verkauft nutzt um Drogen zu verbreiten.

Vielleicht liegt es daran, das man die falschen Leute an das Drehbuch und auf den Regiestuhl ließ. Don Holley und Tori Tellem schrieben nur dieses eine Drehbuch.  Als Regisseur hatte man Gene Quintano, der nur wenige Regiearbeiten übernahm und ansonsten eher als Bearbeiter von Screenplays auffiel, darunter zwar finanziell erfolgreiche aber richtig schlechte Filme wie etwa Police Academy 3 und 4. Dieser arbeitet hier nun als Regisseur und war ebenfalls am Screenplay beteiligt.

Das größte Problem, das Loaded Weapon hat, ist, das es zu viel auf einmal parodieren will, dabei aber die Witze im Sekundentakt dem Zuschauer entgegen wirft, während in anderen Szenen die große Langeweile regiert. Der Film läuft einfach nicht rund, viele Witze funktionieren gar nicht, manchmal will man sich gar fremdschämen für das, was da gezeigt wird. Vielleicht lag es auch am parodierenden Material? Lethal Weapon selbst war schon mehr oder weniger eine Parodie auf die Cop-Buddy Movie der 70er. Wie soll man das noch toppen? Neben Lethal Weapon werden aber auch Basic Instinct, Silence of the Lambs und andere damals aktuelle Filme als Zielscheibe recht schlechter Witze missbraucht und das jede Parodie ihren Star Trek Witz braucht, ist ja klar. In dem Fall ist ein Auftritt von James Doohan als Scottie die sogar sehenswert ist. Neben Scottie tritt auch Kirk auf, William Shatner spielt den Bösewicht General Mortars, wobei dessen Name fast schon zu oft als Witz in Verbindung mit General Motors benutzt wird.
Sieht man sich die Besetzung an, ist es eigentlich unglaublich, dass dieser Film nicht funktioniert. William Shatner war schon der einzige Lichtblick in Airplane II und überzeugt auch hier als Bösewicht gegen den sogar Piranhas keine Chance haben. Tim Curry ist sein Handlanger und legt mal wieder großartiges Mimenspiel hin. Ja, auch das Cop Duo bestehend aus Samuel L. Jackson und Emilio Estevez, wobei ersterer nicht nur recht regeltreu ist sondern auch ein Trauma hat, während Estevez den schießwütigen Cowboy in Dirty Harry Manier (der wird natürlich direkt auch parodiert) gibt. Dazu gibt es viele Cameos von Charlie Sheen, Whoopie Goldberg, Bruce Willis (Natürlich als John McClane), Corey Feldman, Phil Hartman und F. Murray Abraham (Als Hannibal Lector) und Jon Lovitz darf auch noch rumblödeln.

Ich habe bei dem Film ungefähr 3x gelacht, das war bei Scottie, dann die ganze Anfangssequenz im Mini Markt die noch Hoffnung macht und die „I hate Violence“-Szene. Ansonsten war Loaded Weapon zwar kein Film der mich zum abschalten drängte. Im Vergleich aber gerade zu Airplane!, Hot Shots II oder Naked Gun ist das ganze aber einfach zu langweilig, uninteressant und lässt die großen Lacher vermissen. Das ist echt schade, gerade, wo man so viele Filme zur Vorlage hatte…

Bewertung
4/10
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