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Lock Up PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
29.06.2008

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Sly geht in den Knast, zumindest in Lock Up.
Dort spielt er Frank Leone und dieser sitzt im Gefängnis, weil er ein paar fiese Punks verprügelt hat, die einen alten Mann überfielen. Dafür gab es gleich 18 Monate, allerdings in einem Gefängnis der Stufe minimale Sicherheit. So ähnelt das ganze auch mehr einem Sommercamp. Leone darf am Wochenende raus und seine Freundin sehen und so beginnt der Film auch mit einem grinsenden Leone, der im Park mit Kindern spielt. Danach geht es in das Gefängnis und da er der absolute Musterinsasse ist, ist er mit allen Wärtern per Du.
Das ändert sich, als er plötzlich von anderen Wärtern brutal aus seiner Zelle gezerrt, in einen Laster gepackt und weg gefahren wird. Er landet in Gateway und natürlich ist dieses Gefängnis der absolute Horror, alles andere wäre ja überraschend.

In besagtem Gateway wird er erstmal ein bisschen schikaniert und verprügelt und lernt den Grund seines unfreiwilligen Aufenthaltes kennen: Warden Drumgoole. Der Aufseher, der furchtbar sauer auf Leone ist, weil dieser in einem früheren Gefängnisaufenthalt geflohen ist (natürlich war er der einzige, der das jemals geschafft hat) und deshalb gibt es jetzt Rache.
Zwischen all der Schikane und Gewalt trifft Leone aber drei Typen mit denen er sich schnell anfreundet. Diese hören auf wunderliche Spitznamen wie First Base, Eclipse und Dallas. Was uns dann erwartet ist eine merkwürdige Mischung aus Rocky meets A-Team. In einer Szene basteln die vier an einem alten Ford Mustang rum. Das Gefängnisinsassen in einer Werkstatt voller als Waffen missbrauchbarer Waffen ohne Aufsicht hantieren dürfen, ist schon mal merkwürdig. Die vier toben lustig rum, besprühen sich mit Farbe und basteln das Auto zusammen. Das ganze unterlegt von einer Musik die extrem an Rocky Gonna fly now Theme erinnert.
Alles ist lustig und wunderbar, wäre da eben nicht der böse Gefängnisaufseher und seine kriminellen Untertanen die von Chink Weber angeführt werden. Sie werden natürlich auf Leone angesetzt…

Das man bei Lock Up kein hochklassiges Gefängnisdrama a la Papillon erwarten darf, ist wohl klar. Trotzdem hätte man aus dem Stoff etwas mehr herausholen können, als ein etwas arg nach Schema F ablaufenden Streifen, der keine Klischees und keine vorhersehbare Szene auslässt. Dass einer der Vier Freunde stirbt ist klar, man muss ja die Spannung aufrecht erhalten. Ein misslungener Gefängnisausbruch aufgrund eines Verrates muss auch noch rein und dass am Ende Stallone mit den bösen Buben allein aufräumt, kann man sich auch denken.

Gut, er spielt hier keine unaufhaltsame Killermaschine, sondern kriegt nicht nur einem recht nett inszenierten Footballmatch im Schlamm aufs Maul. Generell spielt Stallone typisch solide, ohne wirklich positiv aufzufallen. An seiner Seite befinden sich einige bekannte Namen. Drumgoole wird von Donald Sutherland gespielt und auch wenn er nicht all zu viele Szenen hat, kann er überzeugen und spielt den Charakter so, das man ihn sofort hasst.
Der böse Chink wird von Sonny Landham gespielt. Man kennt ihn noch aus Predator.
Auf Seiten der guten finden sich  der aus King of Queens bekannte Larry Romano und Frank McRae, den man sonst eher in Polizeirollen agieren sieht (Man denke an Loaded Weapon oder Last Action Hero) und hier mal auf der anderen Seite des Gesetzes steht.
Sie machen ihre Sache zumindest passabel.

Lock Up wird von Kritikern gerne zerrissen, aber welcher Film von Stallone bis auf Rocky wird das nicht? Auch wenn Lock Up nun kein Überfilm ist und er schon recht dämliche Szenen bietet, über die man besser nicht zu lange nachdenkt, hat mich das Ganze doch überraschend gut unterhalten. Insofern verdient er wohl das Prädikat „Leicht unterbewertet“.

Bewertung
6/10
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