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Lord of the G-String: Femaleship of the String PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
27.02.2007

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Filmparodien sind ja meistens ein Erfolg und vor allem auch recht einfach in der Herstellung, da man einen Film als Vorlage hat und den nur parodieren muss. Packt man jetzt noch ein wenig Sex rein, hat man wohl den ultimativen Verkaufsschlager. So scheint auf jeden Fall die Truppe, die hinter Seduction Cinema steht, zu denken. Die veröffentlichen nämlich nur noch solche Parodien, meist mit nicht vorhandenem Budget, so dass der Gewinn höher ausfällt.

 
Natürlich war es da nur eine Frage der Zeit, bis sie sich an eine Parodie zum Herr der Ringe heranwagen würden. Immerhin waren die drei Teile ja ein großer Erfolg im Kino und daraus kann man doch sicher eine trashige Softsex-Parodie basteln. In der Hauptrolle gibt es dann auch den damaligen Star von Seduction zu sehen: Misty Mundae, die aktuell unter ihrem fast richtigen Namen Erin Brown versucht, in richtigen Filmen mitzuwirken.

 
Die Story hält sich natürlich sehr nah an Herr der Ringe, auch wenn man hier eben weniger einem Ring, als viel mehr einem G-String hinterher jagt.
Nach einem mächtig schlechten CGI Intro sehen wir den Wald, in dem ein Trupp Soldaten unter der Leitung von General Uptight eine epische Schlacht schlagen will, das klappt aber nicht, weil sie einerseits zu früh dran sind und sich andererseits auf dem Schlachtfeld zwei nackte Mädels im Dreck wühlen. Nach dem die Schlacht mit schlumpfig angemalten Menschen stattfand, fängt erst die eigentliche Geschichte an. Erzählt wird sie von Dildo Saggins, die uns erstmal über die Throbbits aufklärt, die als bisexuell bezeichnet werden, aber eigentlich sind sie ja trisexuell, weil "these little bastards try everything".
Und dann sehen wir auch schon Smirnof, den dauerbesoffenen Magier, der sich immer wundert, wie er gerade zu dem Ort kommt, an dem er nun steht. Er beauftragt Dildo und die anderen Throbbits (aus Budgetgründen gibt es eben nur 3-4) den G-String zu zerstören. Dildo wurde für diese Mission ausgesucht, weil sie ja angeblich so brav und ehrlich wäre, woraufhin sie verweist, dass dies nicht so wäre („Ich pisse in Duschen und habe gerade deine Brieftasche geklaut“)

 
Tatsächlich haben es die Macher geschafft, den ganzen Film in einem kleinen Waldstück abzudrehen. Hin und wieder gibt es Kulissen, wenn man die so nennen darf: Eben einige Zelte. 2 Zelte und 3 Biertische und fertig ist das Dorf der Throbbits. Später wird das Bild einfach Rot eingefärbt, das soll symbolisieren, dass sie vor einem Vulkan (Der aber selbst noch mal als CGI Bildchen gezeigt wird) stehen. Zwischendrin gibt es furchtbar miese CGI Sequenzen, die sich ungefähr auf dem Stand von 1994 befinden

 
Die meisten Schauspieler sind auch eher mies, wenn man mal eben von Misty Mundae, die durchaus talentiert ist, und Michael Thomas, der den Smirnof schon sehr gelungen spielt, absieht. Aber diese Amateurhaftigkeit trägt zum Spaß ja nur noch bei.

 
Natürlich ist der Humor des Films ist größtenteils in recht niveaulosen Tiefen angesiedelt, was man ja schon der Namen der Protagonisten wie Whorespank oder Araporn sieht, aber wenn man eben mal für 90 Minuten sein Hirn ausschalten kann, kann man mit diesem Film recht viel Spaß haben, weil man wirklich absolut respektlos mit dem Herr der Ringe umgeht und es zwischendrin auch noch schafft, den Löwen (Das Kostüm hat man wohl aus ein paar alten Teppichen zusammengenäht) aus dem Zauberer von Oz einzubauen.
Die ganz lustigen Szenen gibt es vor allem mit Smirnof, der eben in dauerbesoffenem Zustand schon mal 9 statt 3 Throbbits sieht. Als er sich zu seinem alten Lehrmeister Sourasse begibt, um sich Geld von ihm zu leihen (und ihm vielleicht vom G-String zu erzählen), trägt dieser eine ganz moderne Lederjacke, die Smirnof runterreißt woraufhin man ein T-Shirt mit der Aufschrift „I Love Evil“ sieht und plötzlich haben wir einen neuen Bösewicht in der Geschichte.

 
Die Musik und die Soundeffekte, so weit es denn welche gibt, klingen auch so als hätte man sie eben noch schnell aus einem NES Spiel geklaut. Hier ist eben wirklich alles Low Budget und trashig, trotzdem merkt man den Schauspielern schnell an, das sie ihren Spaß haben und deshalb sieht man darüber auch gerne hinweg.

 
Wie gesagt gibt es noch die Sexszenen, die sehr harmlos ausfallen und die sowieso komplett lesbisch sind. Im Gegensatz zu anderen Seduction Streifen, wie Gladiator Eroticus, sind es zum Glück auch nicht all zu viele.

 
Insgesamt fand ich Lord of the G-Strings schon sehr lustig und dank dem trashig-billigen Charme auch sehr unterhaltsam.

Bewertung
9,5/10
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