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Mad Foxes PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
05.10.2007

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Irgendwann in seinem (Film)Leben kommt man an den Punkt, man könne von nichts mehr geschockt werden. Man hat Plan 9 überlebt und den türkischen Krieg der Sterne mitgemacht, ist mit den Killertomaten durch die Straßen gerollt und auch die Trolle aus Nilbog waren doch eher nur harmlose Goblins. Doch dann stößt man auf einen Film, der so absurd, lächerlich, sinnlos und dämlich ist, dass man sich schon fragen muss, wie so etwas veröffentlicht werden kann (Ja, diese Frage hab ich mir schon bei vielen Filmen gestellt, aber plötzlich macht alles einen Sinn, nur dieser Film nicht.)
Willkommen also zu Mad Foxes (Feuer auf Rädern – so der deutsche Untertitel)

Unser Protagonist heißt Hal, genauso wie der kaputte Computer aus 2001. Er soll wohl so etwas wie einen Playboy darstellen, denn er fährt mit seiner Corvette Stingray (ausgerechnet das hässlichste Modell) durch Spanien und hat eine gerade 18jährige Freundin, der er schon vor 8 Jahren versprochen hat sie an diesem Geburtstag zu entjungfern – bitte bedenkt dabei das Hal scheinbar irgendwo zwischen 35-40 Jahre alt ist und schon ist das ganze noch gruseliger.
Aber wie überall, so treiben auch in Spanien böse Bikerbanden ihr Unwesen. So auch hier. Allerdings haben die keine richtigen Motorräder sondern arme Dirtbikes und die Biker sind auch noch Nazis. Eine Nazi-Dirtbike-Gang also. Sie pöbeln Hal an, der gibt Gas und dann fährt ein Biker in ein parkendes Auto und stirbt. Hal und Freundin fahren weiter zum Saufen als wär nichts passiert und die Biker sinnen derweil auf Rache, die sie gleich danach vollziehen und Hal verprügeln (So dass der in der nächsten Szene ein winziges Pflaster über dem Auge hat) und vergewaltigen die 18jährige (Das Ganze sieht so peinlich aus, man muss es gesehen haben.)
Hal sinnt jetzt selbst auf Rache und ruft ein paar Karatekumpels, welche die Biker aufmöbeln und das sofort tun. Dann sinnen wieder die Biker auf Rache und bringen die Karate Kids um, was dazu führt, dass Hal die Biker wieder bestrafen will und die sich nun an Hal ranmachen wollen, vorher aber noch dessen Eltern beseitigen, was Hal noch böser macht.

Was normaler ja nur Rape & Revenge Film heißt, wird hier also zum Rape & Revenge & Revenge & Revenge & Revenge Film. Das Ganze will schon gar kein Ende mehr nehmen und die Handlung ist so richtig bekloppt. Macht aber nichts, das passt zum Film.
Die gefährlichen Biker sehen aus wie die letzten Penner, einer sieht gar wie eine zottelige und verlauste Version von Ray Liotta aus und auf ihren kleinen Dirtbikes machen sie eine geradezu niedliche Figur, zumal keiner der „Biker“ wirklich Ahnung hat wie sie die Motorräder starten können. Jede Menge absurder Szenen werden geboten. Die „Vergewaltigung“ ist zum totlachen, der Typ hat scheinbar selbst noch nie Sex gehabt und irgendwie erinnert das mehr an ein Karnickel. Bei den „Gewaltszenen“ sieht man ganz klar, dass hier mit Tomatensaft gearbeitet wird und wirklich hart ist das ganze auch nicht. Ein paar Schusslöcher und das war es. Witzigste Szene als die Mutter von Hal, die im Rollstuhl sitzt, einen Headshot verpasst kriegt und durch die „Wucht“ der kleinen Pistole durch den halben Raum rollt. Zwischendrin gibt es dann immer wieder Szenen, die keinen Sinn machen. Peinliche Tanzszenen mit Leuten die im Film keine Rollen haben, dann sieht man einfach mal ewig lang eine Schafherde rumlaufen oder zwei Autofahrer die sich aufgrund eines Unfalls streiten. Zwischendrin taucht dann noch eine Nazidomina auf, dem Anführer der Bikegang wird der Schwanz abgeschnitten und das Ende ist wohl das absurdeste das je auf Zelluloid gebannt wurde, das muss man einfach sehen.

Die Schauspieler sind auch mal so richtig beschissen. Der Schauspieler des Hal hat eine Mimik zum totlachen drauf, egal ob er trauert oder sich freut, er zieht ein Gesicht das unübertroffen ist.
Wirklich geil ist aber die Synchro, die ist so selten dämlich dass man gar nicht weiß wo man anfangen soll. Hal will ja ein Playboy sein, also reißt er alle Frauen auf, unter anderem nimmt er einfach mal so eine Anhalterin mit und macht sie zu seiner Freundin, wie er das schafft? Er nimmt sie zu seinen Eltern mit und erzählt von ihnen „Meine Mutter ist gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Sie führt ein schönes Leben und hat viel Spaß“. So schindet man also Eindruck…

Mad Foxes ist leider aber dann doch nicht der Überhammer. Wenn er seine Momente hat und davon hat er recht viele, ist er unglaublich. Leider gibt es aber immer mal wieder viele lahme und sinnlose Szenen die das Trashvergnügen schmälern. Aber ein Muss für jeden Trashfan ist dieser Bullshit auf jeden Fall.

Bewertung
8/10
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