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Manos heißt Hände auf spanisch, was dazu führt, das der Filmtitel „Hands: The Hands of Fate“ lautet und das zeigt eigentlich schon, dass wir es hier kaum mit einem intelligenten oder guten Film zu tun haben. Entstanden ist Manos aus einer Wette heraus. Harold P. Warren verkaufte nicht nur Düngemittel sondern war Manager einer Versicherungsagentur. Diesen Job übte er aus, als er auf Sterling Silliphant traf, der Erfolgsserien wie Route 66 erfand, aber auch viele Drehbücher unter anderem für die Serie Naked City oder den dritten Dirty Harry Film drehte. Warren war der Ansicht, dass jeder einen Film machen könnte und das nicht so schwer sei. Silliphant ging die Wette ein und noch in dem Cafe, in dem sie saßen, machte sich Warren an die Arbeit zu seinem Filmprojekt. Mit einem Budget von 19.000 Dollar (heutzutage wären das etwa 125.000 Dollar) machte er sich an die Arbeit und heraus kam ein Film, der es schafft sogar noch die erbärmlichen Ergüsse deutscher Amateurfilmer wie Jochen Taubert oder Andreas Schnaas zu unterbieten. Der Film fängt mit viel Fahrerei an. Praktisch 10 Minuten lang, sehen wir nur wie eine Familie durch die Pampa fährt, unterbrochen von ein bisschen belanglosem Gerede und einem Schnitt. Da sehen wir dann plötzlich ein Pärchen in einem Auto rumknutschen und saufen, bis die Polizei kommt und sie verscheucht. Diese Szenen haben mit dem Film nichts zu tun und entstanden nur, weil die Darstellerin eigentlich die Hauptdarstellerin hätte sein sollen, sich aber das Bein brach, so dass man schnell improvisieren musste. Das Ganze ist dann als merkwürdiger Running Gag mehrfach im Film zu sehen. Teilweise erinnert mich der Film ein bisschen an Troll 2. Darsteller, die eigentlich keine sind (Bei Troll 2 kamen sie von der Straße, bei Manos aus einem örtlichen Theater), eine Familie die nur in den Urlaub will aber das Grauen erlebt und in beiden Filmen wird fröhlich Row row row your Boat gesungen. Können dass Zufälle sein? Die Familie verfährt sich und stößt auf ein Haus mit einem bizarren Einwohner: Torgo, der humpelt und geistig sehr abweisend wirkt (Es wird vermutet, dass er während der Dreharbeiten auf LSD war), sie aber einlädt doch rein zu kommen. Torgo brabbelt ständig was von seinem Meister (Der nur Meister heißt und nicht, wie man annehmen könnte Manos), der tot sein soll aber nicht so wirklich und eigentlich noch lebt. Alles sehr verwirrend. Im Haus hängt ein Bild von ihm und das erschreckt erstmal die ganze Familie (Der Typ hat auf dem Bild ein bisschen Ähnlichkeit mit Frank Zappa). Die Handlung ist nicht sonderlich spannend, die Szenen sind es noch weniger. Die ganze erste Hälfte ist einfach nur erbärmlich langweilig und es nicht so, das die zweite sonderlich besser wird. Aber da taucht dann wenigstens der Meister auf, der im Keller lebt (oder so, es wird nicht so ganz klar) und dort rumliegt, umzingelt von seinen vielen Frauen. Der Meister will dann die Familie umbringen und Torgo und seine erste Frau, woraufhin dann ein Streit zwischen allen entbrennt. Es wird also nur wirrer, aber nicht besser. Retten kann den Film dann auch nicht, der Plot Twist am Ende, der so ein wenig an Twilight Zone erinnert. Warren hatte aber damit seine Wette gewonnen, der Film war fertig und es gab sogar eine große Premiere in einem örtlichen Kino. Hier waren auch alle Darsteller und Warren selbst vor Ort, ergriffen aber die Flucht, als die Zuschauer nach wenigen Minuten in Gelächter fielen und randalierten weil der Film so mies war. In der Folge lief er noch einige wenige Male in kleinen Kinos und Drive-Ins ehe er für lange Zeit verschwand. Ausgegraben wurde er erst viele Jahrzehnte später wieder von Frank Conniff einem Mitarbeiter der Show Mystery Science Theater 3000. Dort lief der Film als letzte Folge der vierten Staffel und schon war Manos Kult. Heute gibt es den Film auch auf DVD zu kaufen und das DVD Cover ist da noch das Beste. Bewerten muss man den Film deshalb auch zweimal (Deshalb gibt es auch zwei Wertungen). Einmal in der Originalfassung und dann in der MSTK3K Version. Die Originalversion ist, wie man sich an dieser Stelle wohl nun denken kann, ziemlicher Mist. Um genau zu sein ist der Film zwar nicht so unerträglich beschissen wie etwa Attack of the Killer Hog, aber doch einer, wo nicht mal eine große Ladung Whiskey sonderlich viel hilft. Nicht nur, dass das Drehbuch schlecht ist, auch die Darsteller sind furchtbar und die Kulissen sind billig, was den Film auch unglaublich billig und unfertig wirken lässt, ist die Schnittfassung. Man kann direkt sehen, wie am Anfang, bei den langen Autofahrten eigentlich Credits und der Filmtitel eingeblendet werden sollten. Die Tatsache, das der Film mit einer billigen Handkamera gefilmt wurde, sorgt nicht nur für ein schlechtes Bild sondern auch viele Schnitte und da keine Tonaufnahme möglich war, gab es noch furchtbares Overdubbing oben drauf (3 Leute sprachen alle Rollen, so wie die Synchronisation die es in früheren Jahren in den osteuropäischen Ländern gab) Die MST3K Version dagegen glänzt durch viele lustige Sprüche und absurde Witze. Das Mystery Science Theater 3000 genial und Kult ist, muss man wohl nicht betonen. Die haben es geschafft, schlechteste Filme erträglich zu gestalten. Man muss dann natürlich der englischen Sprache mächtig sein und ein bisschen Ahnung von amerikanischer Popkultur haben, ansonsten funktionieren die meisten Witze leider eben doch nicht. Bleibt als Fazit eben zu sagen, dass man auch diese Version bevorzugen sollte.
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