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 Eine Dokumentation über Metal gab es ja schon länger nicht mehr. mir fällt da eigentlich nur noch „The Decline of Western Civilization II – The Metal Years“ ein und das stammt aus den 80ern. 2005 nahm sich Sam Dunn also dem Thema Heavy Metal an. Er ist selbst seit 20 Jahren Metalfan und man merkt zum Glück auch schnell, dass er recht viel Ahnung von dieser Musik hat. Am Anfang erzählt er dann auch erstmal über sich, wie er zum Metal kam, warum er diese Musik mag und nebenbei räumt er zumindest für sich das Klischee weg, das Metaller Loser sind, er hat nämlich Anthropologie studiert und seine Abschlussarbeit über die schwierige Lage der Flüchtlinge aus Guatemala geschrieben. Los geht es dann mit dem Film und der wichtigsten Frage überhaupt: Wer hat Metal erfunden? Geklärt wird die Frage im Film nicht wirklich. Es werden einige Bands aufgelistet, neben den üblichen Verdächtigen wie Black Sabbath, Led Zeppelin und Deep Purple auch Bands wie Cream und Blue Cheer. Dann werden einige Musiker gefragt, was ihre Meinung dazu ist und diese geht genauso stark auseinander, auch wenn die meisten natürlich Black Sabbath nennen. Im weiteren Verlauf werden die ganzen Genres vorgestellt, mit den wichtigsten Bands. Es gibt sehr viele Ausschnitte aus Konzerten und viele Interviews mit allen Größen wie Lemmy, Geddy Lee, Dio, Alice Cooper, Bruce Dickinson oder Vince Neil. Dee Snider ist ein längeres Thema. Anfang der 80er galt er ja als der gefährlichste Mann der Welt, neben Ozzy. Es gibt ein längeres Interview dazu und Szenen aus seiner Vernehmung vor einem Elternkongress, die er in Grund und Boden geredet hat, weil die dachten Dee wäre sowieso ein Idiot. Auch die meisten anderen Vorwürfe werden größtenteils entkräftet. Sämtliche Musiker, vielleicht mit Ausnahme von Mayhem, die stockbesoffen auf Wacken interviewt werden und irgendwie nur Fuck rausbringen. Am sympathischsten wirken dabei Geddy Lee, Dio (der auch zuhause besucht wird) und Alice Cooper, die viel zu erzählen haben. Norwegen und der Black Metal kriegen dann noch verstärkt Aufmerksamkeit. Es geht hierbei um das Jahr 1992, in dem einige Kirchen angezündet werden. Hierbei hat Alice noch mal einen genialen Interviewpart, als er erzählt, dass er gern nach Norwegen kommt, weil er die Black Metal Magazine dort lustig findet. Das wäre alles wie Spinal Tap und er erzählt noch eine Geschichte, wie ein Black Metal Musiker zu ihm ganz kleinlaut ankam und nach einem Autogramm für seine Mutter fragte. Das wird sehr genial von Alice erzählt. Wogegen die Interviews mit Black Metalern wie Gaahl von Gorgoroth einfach nur idiotisch sind, aber vielleicht wollten sie auch mit Absicht so dumm rüberkommen um möglichst „true“ zu wirken… Über ihn geht’s dann beim nächsten Thema: Death and Violence. Natürlich war Alice Cooper der erste Musiker, der auf der Bühne Horrorelemente einsetzte und damit in den 70ern alle schockierte. Auch hier zeigt er sich recht interessant und erklärt, das er ja nie Schimpfwörter verwendet hat und das Blut…er fragt nur ob man Macbeth kennt, das ja genauso blutig wäre. Im weiteren wird dann Slipknot gezeigt, wobei ich mich frage, wie diese lächerlichen Pausenclowns da reinpassen sollen. Hier wäre es besser gewesen, man bringt Marilyn Manson, da er ja eine direkte Kopie von Alice ist. Nach 98 Minuten ist man am Ende angelangt. A Headbanger’s Journey ist eine sehr interessante Doku mit vielen guten Interviews und Konzertausschnitten. Für Metalfans auf jeden Fall ein absoluter Pflichtkauf. Metalgegner sollten sich das auch mal ansehen, dann merken sie, wie dämlich und falsch ihr Klischeedenken ist.
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