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Der Held dieser Geschichte ist Jubei und eine Art Söldner, er durchstreift das Japan des 17. Jahrhunderts. Damals gab es in Japan noch Dämonen und gleich 8 von ihnen wurden angeheuert um das Tokugawa Shigonat zu stürzen. Der Clan der sie angeheuert hat, ist nämlich scharf auf Macht und will Japan allein regieren. Nun ja, zumindest ist mal nicht ganze Welt dran. Jubei gerät währenddessen in die Fänge eines Mönches mit Namen Dagnan, der dessen Hilfe benötigt, um eben die ganze Eroberungsgeschichte zu durchkreuzen. Anstatt jetzt einfach nett nachzufragen, vergiftet Dagnan Jubei einfach und sagt, das Gegengift gibt’s erst, wenn du mir hilfst und Erfolg hast. Wie fies Mönche doch sein können. Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei und so lernt Jubei zumindest noch eine Ninja Kämpferin kennen, die ihn im Kampf gegen die Dämonen unterstützt…und dieser Kampf wird blutig…sehr blutig. Ninja Scroll erschien in Japan bereits 1993, war aber trotz einiger gewonnener Auszeichnungen kein allzu großer Erfolg. Das änderte sich erst, als er einige Jahre später in den USA und Europa erschien. Sofort wurde er gefeiert und zählt heute zu den besten und auch eindrucksvollsten Animes. Die Story ist dabei wohl der Schwachpunkt, denn richtig episch oder ausgefallen ist sie nicht. Dämonen, Ninjas…das findet man ja in jedem 2. Anime wieder. Aber die Geschichte ist ja nur Mittel zum Zweck um die zahlreichen Kampfszenen miteinander zu verknüpfen und Jubei seiner Ninja Kämpferin Kagero näher kommt. Die Charaktere sind dabei auch zum Glück nicht völlig platt. Jubei ist ein recht guter Held, der schnell Sympathien sammelt, genauso wie Kagero. Die Dämonen sind bedrohlich, auch wenn sie teilweise sehr abgefahren wirken und man sich bei der Schlangendämonin nur denken kann, das dies mal wieder typisch japanischer Mist ist, sie greift eben mit Schlangen an und ich muss wohl nicht weiter darauf eingehen, aus welcher Körperöffnung bei ihr die Dinger rauskommen… Der Zeichenstil ist dabei nicht ganz überzeugend, an Weltklasse Animes wie Blood kommt man zu keiner Zeit heran, dafür wirken die Figuren einfach etwas zu eckig. Klasse dagegen die Animationen, die sehr realistisch und flüssig sind. Das hilft vor allem bei den Kampfszenen und die sind das absolute Highlight. An Splatter wird nicht gespart. Blut spritzt reichlich und auch die Tötungsszenen sind schön abwechslungsreich. Die Musik ist schon so unaufdringlich, dass man sie weder als gut noch als schlecht bezeichnen kann. Bei der Sprache kann man zwischen Japanisch und Englisch wählen, denn die englische Synchronisation wurde zum Glück mal nicht in den Sand gesetzt. Abgerundert wird das Ganze dann noch mit einigen wenigen, kurzen Sexszenen, die so sehr gut reinpassen und insgesamt hat man mit Ninja Scroll einen sehr gelungenen, höchst unterhaltsamen und blutigen Anime.
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