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Wrestling
 
No Holds Barred PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
19.05.2007

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Man kann wohl ohne Übertreibung behaupten, das Hulk Hogan der populärste Wrestler ist, auch heute noch kennt man seinen Namen, seine größte Zeit hatte er allerdings in den Achtzigern, wo er und Vince McMahon mit der WWF das Wrestling aus kleinen Hallen hinein ins große Rampenlicht des Mainstream zog. An sich ist es da nicht ungewöhnlich, dass neben der riesigen Marketingmaschinerie auch weitere Möglichkeiten genutzt werden, um Werbung zu machen.
Das Originaldrehbuch wurde von Dennis Hackin geschrieben, allerdings hat das scheinbar niemandem gefallen und so wurde es von Vince McMahon und Hulk Hogan persönlich umgearbeitet. Wenn diese endgültige Fassung die bessere sein soll, will ich nicht das Original sehen. Wirklich intelligent ging man bei dem Film nicht vor, einerseits hat man auf große Namen verzichtet, andererseits war das Budget doch arg gering und dann hat man den Film auch noch im Sommer 1989 veröffentlicht, man dachte wohl, man könne es gleichzeitig mit Indiana Jones 3, Ghostbusters 2 und Lethal Weapon 2 aufnehmen.

Genauso wenig intelligent ging man beim Drehbuch vor, denn eine Handlung ist nicht wirklich präsent. Hulk Hogan spielt sich selbst unter dem Namen Rip und er ist der große Star des Wrestlings und steht bei einem Fernsehsender unter Vertrag, ein anderer Sender will Rip gern abwerben, hat aber wenig Erfolg und versucht es fortan mit miesen Tricks und einer Kampfmaschine gegen die Rip antreten und natürlich verlieren soll, so dass sein Ruf kaputt ist.
Angereichert wurde das Ganze mit Klischees und typischen Filmelementen. Rip hat einen Bruder, der von der bösen Kampfmaschine Zeus platt gemacht wird, dadurch will Rip natürlich gegen ihn kämpfen, dann gibt es noch eine hübsche Frau die auf Rip angesetzt wird. Man hat eigentlich alles schon mal gesehen und weiß sowieso wie es ausgeht.

Was auffällt, ist, dass Hogan absolut kein schauspielerisches Talent hat, was verwundert, weil das im Wrestling ja eigentlich nicht unwichtig ist, werden dort ja auch Rollen gespielt und da sich hier Hogan quasi selbst spielt, sollte es recht einfach sein. Aber das einzige was er kann, ist grunzen. Generell wird sehr viel in dem Film gegrunzt, vielleicht soll das männlich wirken, aber wenn nach jedem Wort ein Grunzer folgt, ist das einfach maßlos übertrieben. Der Film hat zumindest ein paar Szenen über die man lachen kann und der Endkampf ist so unrealistisch, dass man sich gut dabei amüsiert, aber im Großen und Ganzen hat man hier eindeutig die Chance vertan einen interessanten Film zu machen, zumal sich No Holds Barred nicht mal entscheiden kann, was er sein will. Comedy? Dafür sind es zu wenige und vor allem zu banale Witze. Action? Dafür ist zu wenig los. Wrestlingfilm? Dafür gibt es zuwenig Wrestling, zumal man auch nicht die Chance nutzte, große Namen der WWF zu benutzen und so wenigstens die paar Schlägereien interessant zu gestalten, nur in winzigen Nebenrollen hat man Wrestler wie Stan Hansen gesteckt.

Auch Tiny Lister ist eine Fehlbesetzung, er hat ja ein Problem mit seinem rechten Auge und so schielt er immer, wodurch er einfach nicht böse wirkt, zumal er auch nicht wirklich schauspielern kann. Wenn er grimmig gucken soll, grinst er irgendwie, was noch mehr Glaubwürdigkeit von der Rolle nimmt.
Der einzige, der hier wirklich überzeugen kann, ist Kurt Fuller, der seine Rolle sehr überdreht und sehr böse spielt. Aber retten kann das auch nicht mehr viel.

No Holds Barred ist trotzdem einer der besseren Hulk Hogan Filme, wenn es mit Müll wie Santa with Muscles vergleicht, trotzdem nur etwas für große Fans, alle anderen machen eher einen Bogen darum.

Bewertung
4/10
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