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North by Northwest PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
27.09.2010

 

Mit einer anderen Person verwechselt zu werden, kann meist zu unangenehmen Situationen führen. Diese Feststellung darf auch der Werbefachmann Roger Thornhill machen. Ein eigentlich unscheinbarer Mensch, der während einem Meeting in einem Restaurant aufgrund eines kleinen Irrtums von zwei Entführern für George Kaplan gehalten wird. Thornhill wird kurzerhand entführt und weiß gar nicht was los ist. Man hält ihn für Kaplan, einen Geheimagenten, was auch dazu führt, das seine Entführer ihm nicht glauben das er eine andere Person ist, denn verschiedene Identitäten gehören zu jedem guten Geheimagenten.
Thornhill erlebt darauf eine katastrophale Situation nach der anderen. Die Entführer wollen ihn umbringen und dies auf recht ausgefallene Art, indem sie ihm kräftig Whiskey einflößen und dann hinter ein Auto setzen. Der Klippe kann Thornhill entweichen, der Polizei nicht, die ihm die Entführungsgeschichte natürlich auch nicht abkauft. Während Thornhill auf der Flucht vor den Entführern, die ihn immer noch umbringen wollen, ist, will er den echten Kaplan auffinden um die ganze Geschichte aufzuklären. Natürlich kommt Thornhill auf der Suche einiges dazwischen, er wird zu Unrecht eines Mordes angeklagt und muss so auch noch vor der Polizei flüchten, er trifft eine Frau die sich als Agentin herausstellt und kämpft praktisch immer ums Überleben, da die  Entführer mit allen Mitteln seinen Tod wollen.

1959 wurde der Film veröffentlicht, nach zwei Flops in Folge (The Wrong Man und Vertigo) war Hitchcock unter ziemlichen Druck. Der Flop von Vertigo war auch der Grund, warum Hitchcock nicht James Stewart für die Hauptrolle einsetzte, obwohl dieser großes Interesse daran hatte. Stattdessen kam Cary Grant zum Zug, der auch schon in anderen Hitchcock Filmen wie To Catch a Thief oder Suspicion die Hauptrolle spielt. Das der Film zum Erfolg wurde, liegt wohl daran, das Hitchcock sämtliche seiner Stärken vereint. Es ist ein spannender Agententhriller der aber auch einige recht humoristische Szenen beinhaltet, wie etwa jene als der stark betrunkene Thornhill von der Polizei aufgesammelt und zur Station gebracht wird. Grant spielt das ganze sehr exzellent oder er war wirklich betrunken und einigen spektakulären Szenen die auch nach über 50 Jahren noch grandios sind. Neben dem Showdown auf Mount Rushmore zählt hierzu auch die Szene als Thornhill mitten in einer einsamen Gegend steht und dann von einem Flugzeug durch die Felder gejagt wird. Dazu kommt ein wie immer exzellenter Score von Bernard Herrmann.

Neben dem grandios spielenden Cary Grant hat man noch Eva Marie Saint als zwielichtige Agentin Eve Kendall, James Mason als Phillip Vandamm der auf Thornhill Jagd macht und dessen Gehilfen Leonard (gespielt von Martin Landau) und Licht (Robert Ellenstein) die so richtig schön schmierig und böse daher kommen.

North by Northwest ist ein insgesamt sehr gut gelungener, spannender und unterhaltsamer Film, der für mich zu den besten von Hitchcock (und davon gibt es ja einige) zählt. Auch das Ende wohl eines der merkwürdigsten ist. Empfehlenswert für alle, die gute Filme mögen.

Bewertung
9,5/10
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