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Over the Top PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
11.05.2008

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Over the Top ist ein guter Titel für diesen Film. Er ist wirklich absolut Over the Top und ein Film, wie er nur in den 80er entstanden sein konnte.

Aber Over the Top ist auch der Film der „cheesy Names“. Das zeigt schon ein Dialog in den ersten 30 Minuten: „Are you Hawk?“ „Yes“ „I’m the Smasher“. Hawk und Smasher. Das könnte auch ein Tag-Team der WWF gewesen sein.

Lincoln Hawk (Ja, man kann den Namen Hawk mit einem ebenso trashigen Vornamen verbinden) ist Trucker. Nebenbei ist er noch Armdrücker. Arm-Wrestling war in den 80ern wohl einige Zeit ziemlich angesagt. Leider ist es kein Film, der sich komplett auf das Arm-Wrestling konzentriert, sondern man hat noch eine Handlung drum gebastelt.
Also er ist Trucker und seine Frau, die er verlassen hat weil deren Vater ein echtes Ekel ist, will, dass er mal seinen Sohn sieht. Sie fordert ihn auf, diesen abzuholen, drei Tage durch die USA zu ihr ins Krankenhaus zu tingeln, wo es dann die große Familienreunion geben soll.
Michael hat das Kind und geht auf eine Armeeschule oder so. Auf jeden Fall schafft er es, innerhalb der ersten 12 Minuten zu zeigen, dass er gleichermaßen unsympathisch wie ein absolutes Weichei ist. Man möchte ihm fast den Namen Major Douchebag verpassen. Es würde passen. Lincoln hat seine liebe Not, das Kind unter Kontrolle zu halten, aber man weiß natürlich schon, dass am Ende alles gut wird. Auch wenn Jason Cutler, das Ekel, alles versucht, Michael und Lincoln zu trennen.

Die Handlung ist absolut zum vergessen. Sie wirkt extrem aufgesetzt und die getrennte Familie…wie oft wurde das in Filmen schon umgesetzt? Leider ist das Ganze auch hier etwas arg kitschig gemacht.

Am Ende geht es zu einem großen Arm-Wrestling Turnier nach Vegas. DAS ist es, was den Film sehenswert macht. Was hier für Typen auftreten ist schon eine Schau und schreit richtig extrem 80er Jahre. Da haben wir die Frauen, mit ihren fies auftoupierten Haaren und Typen die zwischen unglaublich und gruselig schwanken. So zum Beispiel John Grizzly (Hab ich schon erwähnt dass die Namen trashig sind?), der vor dem Kampf Motoröl trinkt (!), seine Zigarre frisst (!!) und aussieht wie Fuzzi aus dem Wald (!!!).
Aber auch Lincoln Hawk tut ja alles um aufzufallen. Vor jedem Kampf dreht er seine Kappe um, weil nur das startet ihn so richtig.
Bull Hurley ist wohl so was wie der Bösewicht, natürlich treffen er und Lincoln im Finale aufeinander. Der Kampf wird in die Länge gezogen und Hurley grunzt böse Beleidigungen. Aber auch sonst hat er durchaus witzige Dialoge im Film wie „I drive truck, break arms, and arm wrestle. It's what I love to do, it's what I do best.”

Die Schauspieler sind allesamt maximal Durchschnitt. Stallone spielt recht hölzern, sein irrer Blick in den Armwrestlingszenen ist aber Gold wert.
David Mendenhall spielt die Pussy Michael und das macht er so gut, dass man ihn von Minute 1 an hassen wird. Unglaublich hassen wird. Robert Loggia ist ein recht bekannter Schauspieler, man kennt ihn aus Scarface, er macht seine Sache als unsympathisches Ekel richtig gut und sticht aus dem Cast doch sehr positiv hervor.
Der Rest ist an sich nicht weiter der Rede wert, die meisten haben recht kleine Rollen oder grunzen eben nur rum.

Ich denke mal, Over the Top ist ein Film den man entweder mag oder hasst. Dass man ihn hasst, kann ich verstehen. Die Handlung ist dämlich, die Dialoge plump, die Plotlöcher groß und man muss wohl über schwitzende, grunzende Typen die Grimassen ziehen übrig haben, gerade das trägt aber viel zum Trashfeeling bei.
Nein, der Film ist nicht gut, er ist weit entfernt von gut, aber er unterhält, wenn man nicht weiter drüber nachdenkt und die Absurdität und das 80er Jahre Feeling einfach mal auf sich wirken lässt.

Bewertung
6,5/10
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