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Postal PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
23.02.2009

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Uwe Boll schlägt mal wieder zu und was das bedeutet, weiß jeder.
Postal ist die Spielereihe, die skandalös sein will, in Wirklichkeit aber nur ein schlechter Witz ist und so passt es wunderbar, dass Boll aus einem Schrottspiel einen Schrottfilm macht. Dieses Fazit kann ich vorwegnehmen, da es sowieso jedem klar ist. Immer noch frage ich mich, wie Boll überhaupt an Schauspieler kommt, andererseits sind diese bekanntlich wie Nutten und machen für Geld alles.

Worum geht es? Eine gute Frage, denn die Handlung macht nicht wirklich Sinn.
Da haben wir den Postal Dude, der in einem Trailer in Paradise lebt, ein Dorf voller Loser. Er lebt „glücklich“ mit seiner absolut übergewichtigen Frau, die so was wie die Dorfschlampe darstellt. Auch sonst hat der Dude wenig Glück. Er ist arbeitslos und dann nervt noch sein Onkel rum. Dieser hat eine Sekte und leidet unter Geldproblemen. Der Dude soll’s richten, aber dann kommt auch noch die Taliban und wo die sind, darf George Bush nicht fehlen. Zwei verrückte Cops müssen auch noch dazu. Am Ende stirbt alles.

Schon am Anfang wird klar, dass Boll hier verzweifelt versucht, einen Skandalfilm zu produzieren. Da sehen wir zwei Terroristen im Flugzeug, die sich während einem Gespräch rund um die 100 Jungfrauen, die sie nach ihrem Tod erwarten sollen, um entscheiden. Statt in das World Trade Center, wollen sie jetzt lieber auf die Bahamas. Leider machen ihnen die Fluggäste einen Strich durch die Rechnung.
Das ganze zieht sich minutenlang hin, ohne witzig oder schockierend zu wirken. Schon hier wird jedem deutlich, dass Boll absolut kein Gespür für Timing, Witz und gute Schnitte hat.
Leider bleibt auch das die folgenden (unendlich lang wirkenden) 95 Minuten so.

Bei fast jeder Szene hat man das Gefühl, man hat das alles schon mal gesehen. Die Erschießung von Kindern, ist spätestens seit Tromas „Beware! Children at Play“ nicht mehr schockierend oder innovativ. Actionszenen mit viel Blut, hat man in jedem zweiten Film, nur ist dort wenigstens alles flotter inszeniert. Ja, Boll schafft es nicht mal ein paar Schießereien richtig zu filmen. Er verwendet die immer gleiche Kameraeinstellung und sein Timing ist nicht vorhanden.  
Das schlimmste, was man machen kann, ist Witze einzubauen, die man dann auch noch per Texteinblendungen erklären muss. So taucht Vince Desi (Running with Scissors Chef und Erfinder von Postal) auf und greift Boll an, da er mit der Verfilmung das Spiel ruiniert hat. Es wirkt völlig plump.
Zuvor hat Boll einen gekonnt schlechten Auftritt (Er schafft es nicht, sich selbst richtig zu spielen und kann man dem mal richtiges Englisch beibringen? Es ist grässlich, wie falsch der Wörter ausspricht) wo er erklärt, dass er seine Filme ja mit Nazigold finanziert (Lustig…)).
Das Ganze findet in einem Vergnügungspark statt, der Deutschland nachempfunden ist. Mit der Hasselhoff Bierkneipe und der Konzentrationslager-Abenteuerwelt . Man merkt schon, hier war man richtig kreativ und einfallsreich….nicht.
Auch der restliche „Humor“ bewegt sich im typischen Sex- und Fäkalbereich und ist dementsprechend langweilig und wirkt so, als hätte Boll brav von South Park kopiert.

Die Schauspieler sind zu bemitleiden, dass sie in solch einem Müll mitspielen, aber sie haben es sich ja selbst ausgesucht.
Der Postal Dude wird von Seriendarsteller Zack Ward gespielt, der macht das recht hölzern, gibt aber zumindest eine halbwegs annehmbare Leistung ab. Der Rest des Casts setzt sich aus weiteren Seriendarstellern oder (zu Recht) absolut unbekannten Mimen zusammen. Ralf Moeller darf natürlich nicht fehlen.

Ich habe es nicht geschafft, mir Postal an einem Stück anzusehen. Ich musste eigentlich alle 10 Minuten eine Pause einlegen, weil mir das alles zu dumm und zu langweilig war. Ich hab schon viele schlechte Filme (von Boll) gesehen, aber Postal setzt dem ganzen die Krone auf. Vor allem weil das alles so gezwungen wird. Ein Skandal ist das nicht, eher eine Lachnummer.

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