Home arrow Filme arrow Revenge of the Nerds II - Nerds in Paradise 22 Februar 2012  
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Revenge of the Nerds II - Nerds in Paradise PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
12.08.2011

Ist es schwer, ein Sequel zu einem erfolgreichen Film zu schreiben? Eine komplizierte Frage, es gibt wohl ebenso viele Sequels, die qualitativ an das Original anknüpfen können, wie Sequels, die einfach nur enttäuschend sind.
Manchmal sind diese Sequels auch quasi nur ein Remake des ersten Films mit nur wenigen Änderungen, darunter meistens ein anderer Schauplatz. Was mich direkt zu diesem Film bringt: Revenge of the Nerds 2: Nerds in Paradise ist quasi wie ein Deja-Vu, vieles hat man schon gesehen. Aber erstmal muss ich mich über die deutschen Filmtitel wundern: „Die Rache der Eierköpfe“ war zwar typisch deutsch und damit dämlich, aber wenigstens passend. Diese Fortsetzung heißt nun „Die Supertrottel“ – wie soll man bei diesem dummen Titel rausfinden, dass es die Fortsetzung ist? War die Übernahme des Originaltitels mit einer angeklebten 2 zu schwer?

Fangen wir mit dem ersten Kritikpunkt an, der typisch für viele Sequels ist: Die Hälfte der originalen Besetzung ist nicht mehr dabei. Bei diesem Film fehlen mit Ted McGinley und John Goodman direkt 2 nicht nur bekannte Schauspieler sondern auch zentrale Figuren des ersten Films. Von diesem sind nur noch Lewis Skolnick, Booger, Lamar und Wormser übrig. Gilbert taucht zwar auch dann und wann auf, spielt aber nur eine extrem untergeordnete Rolle.
Bei den Jocks ist nur noch Ogre dabei. Das ist schon sehr schwach, wenn man an all die witzigen Charaktere denkt, die es im ersten Film noch gab.

Preisfrage: Wie startet man einen Film auf möglichst unkreative Art und Weise? Na klar, man bringt einen Intro-Text im Star Wars Stil. Das war wohl schon damals höchst einfallslos. Danach startet der Film und die Handlung ist quasi die gleiche: Die Nerds kämpfen gegen die Jocks, die alles tun um diese los zu werden. Statt dem College geht es jetzt nach Florida, weil da irgendeine Konferenz stattfindet. Die Nerds treffen in einem Luxushotel ein und finden das erstmal toll, werden aus diesem aber schnell vertrieben, weil der Hotel-Manager sie nicht als Gäste haben will. So kommen sie in einem völlig heruntergekommenen Hotel unter. Mehr Handlung gibt es eigentlich nicht.

Dafür viel Recycling. Dass die Nerds aus ihrer Behausung vertrieben werden, haben wir schon gesehen. Dass sich die Jocks über sie lustig machen und einige gemeine Streiche spielen, haben wir auch schon gesehen. Genauso wie es wieder eine Musiknummer zur Popularitätssteigerung gibt. Dieses Mal aber mindestens 2 Klassen schlechter.  
Der Humor ist auch schwach. Ab und zu gibt es ein paar relativ witzige Szenen, etwa als die Nerds im Gefängnis landen, größtenteils gähnt man aber eher. Etwa bei der Vorstellung des heruntergekommenen Hotels: Die Hotelbesitzerin mit spanischem Akzent, viele Hühner, viel Dreck und ein ekliger Pool, ich weiß nicht, wie oft man solche Szenen schon in Filmen zuvor sah. Es ist nicht kreativ. Genauso frage ich mich was so lustig daran sein soll, das Ogre für rund 2 Minuten durchgehend uriniert, während die anderen Sportler diskutieren, weiß ich auch nicht. Es ist so plump, das man nur auf Fast Forward klicken möchte.  

Die Schauspieler wirken auch nicht gerade so, als hätten sie viel Spaß gehabt, aber immerhin darf Ogre ein paar mal Nerds grunzen und das ist mehr, als man von diesem Sequel erwarten darf.

Anders gesagt, um die immensen Qualitätsverlust zwischen Teil 1 und 2 zu verdeutlichen, bringe ich einen Vergleich: Musikalisch gab es in Teil 1 Burning down the House und Thriller zu hören – in diesem Sequel fiese Coverversionen von Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polkadot Bikini und Funkytown.
Mehr muss man dazu wohl nicht sagen.

Bewertung
4/10
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