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Hong Kong muss man einfach lieben. Kein anderes Land hat so einen enormen Output an Megatrash und immer wenn man denkt, man hat schon alles gesehen, kommt was Neues. In diesem Fall Robo Vampire. Schon das Filmplakat sorgt für Aufsehen, erkennt man dort ja klar Robocop. Dieser taucht in diesem Film nicht auf, dafür ein schlechter Nachbau aus der Hobbythek. Wie immer, ist auch Robo Vampire kein richtig eigenständiger Film, sondern wurde lustig aus zwei anderen zusammengeschnippelt, bis alles keinen Sinn mehr ergibt. Der eine Film war wohl eine Vampirkomödie, das andere ein ernster Actionfilm. Wobei letzterer Gerüchten zufolge nie fertig gestellt wurde.
Zusammengemischt ergibt das ein Trashepos, das keinen Sinn ergibt, absolut lächerlich und dilettantisch ist, aber gerade deshalb so gut unterhält. Schon eine Handlung sucht man vergeblich, denn da gibt es eben diese magischen Vampirzombiemonstermänner (oder so…ob das nun Vampire, Zombies, Kung Fu Kämpfer in Halloweenkostümen oder alles zusammen sein sollen, wird nicht so ganz klar). Diese hüpfen mit augestreckten Armen in der Gegend rum. Lustig wird es, wenn sie auf den Roboter treffen, dann versammeln sie sich um hüpfen im Kreis um das Blech(=Pappe)ungetüm. Überhaupt schaffen es die „Vampire“ immer zur richtigen Zeit aufzutauchen. So tauchen sie auch schon mal am Strand (Strand, Dschungel, Dorf – es wird NICHTS ausgelassen) aus dem Sandboden auf und hüpfen wieder fröhlich rum (Das Gehüpfe lässt sich wunderbar mit dem Titellied der Schlümpfe unterlegen). Nebenbei rennen einige Soldaten durch die Gegend, scheinbar auf der Suche nach irgendeiner entführten Tussi. Was darf nicht fehlen? Klar, ein fieser Drogenbaron, der seine Drogen dadurch verschifft, indem er sie in Kuhleichen packt, andererseits scheinen auch die Hüpf-Vampirzombieviecher die Drogen zu verticken. Was auch immer, die Handlung macht zu keiner Sekunde Sinn, dank der zahlreichen Schnitte und Personen die auftauchen und verschwinden kann man dem Ganzen auch nicht folgen. Ach, ein Vampirgorilla (oder was das sein sollen) und eine Hexe (?) tauchen irgendwie auch noch auf und…was weiß ich, an der Stelle lag ich schon im geistigen Delirium. Der Film nimmt es mit der Handlung nicht so genau und präsentiert dem Zuschauer dafür eine Wand aus unglaublichen Effekten, Kämpfen und Geschwurbel das man nicht mehr in Worte fassen kann. Schon allein die Vampire und die miesen Spezialeffekte (Roboter in Pappkostüm) sind das Geld wert. Ja, das hättet ihr nicht gedacht, aber diesen Film gibt es tatsächlich auf DVD. Dort bekommt man dann auch die deutsche Synchro geboten, die den Film noch einmaliger macht. Neben unglaublich dummen Sprüchen gibt es auch die grunzigsten Stimmen diesseits von Orctown zu hören. Wahnsinn. Auch bei den Schauspielern hat man keine Kosten und Mühen gescheut und das mieseste zusammengekarrt, das man in Hong Kong und den USA finden konnte. Es ist absolut auf dem Niveau der türkischen Kopiefilme oder Troll 2 und die Asiaten zeigen mal wieder, das ihnen im Overacting niemand was vormacht. Hüpfende Vampire sind ja schon gruselig, aber dann all die wedelnden Arme und Grimassen…
Bei den Special Effects wurde auch gespart. Leider gibt es so gut wie kein Splatter und der Blutgehalt bewegt sich auf dem Level einer Flasche Ketchup (Die sicher als Kunstblutersatz herhalten musste). Bei den Waffen sieht man meist sogar die aufgeklebten Knallfrösche die für ein bisschen Krach sorgen und das Kung-Fu Geprügel wurde natürlich mit den entsprechenden Soundeffekten unterlegt.
Robo Vampire ist Wahnsinn. Zusammengeschnittener, sinnloser Wahnsinn. Man muss das einfach gesehen haben, aber nicht vergessen: Das Ganze muss man sich schon erträglich saufen.
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