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RoboCop 2 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
11.05.2007

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Robocop 2 ist mal wieder ein Sequel, bei dem der Regisseur von Teil 1 nicht mehr dabei ist. Eigentlich schon ein Todesurteil, da an den Stil von Verhoeven ja kaum jemand heranreicht. Neuer Regisseur wurde dann Irvin Kirshner, der auch irgendwie nur 2 gute Filme zustande gebracht hat, nämlich den 2. (oder 5. wie man es auch immer sehen will) Teil von Star Wars, Empire Strikes Back und den Bondfilm Never say Never again.
Das Drehbuch sollte ursprünglich von Frank Miller kommen, der ja bekannt für Sin City ist. Seine Geschichte wurde als unverfilmbar abgelehnt und später in einer Comicreihe adaptiert. Das neue Drehbuch kann man dann nur noch als Katastrophe bezeichnen…

Wieder sind wir im Detroit der Zukunft, wieder befindet sich die Polizei im Streik und mal wieder regieren Chaos und Verbrechen. Neu hinzugekommen ist die Droge Nuke, die man wohl noch am ehesten mit Crack vergleichen könnte. Der Drogenbaron Cain (Kane oder Cain, warum ist das so ein beliebter Name für Bösewichte?) steckt hinter allem.
Robocop ist mittlerweile dezent überfordert und wird von OCP sowieso als veraltet eingestuft, da er ja auch noch immer Probleme mit seinem früheren Ich hat. Als er von Cains Bande in handliche Einzelteile zerlegt wird, plant OCP einen Nachfolger zu bauen. Natürlich gehen alle Experimente schief, weil man einfach nicht das richtige Gehirn für den neuen Cyborg findet. Also bastelt man Robocop wieder zusammen und schickt ihn los, bis man dann doch das vermeintlich passende Gehirn für Robocop 2 findet und das kommt von Cain persönlich.

Zumindest haben sich die Macher Teil 1 angesehen und einige Sachen übernommen. Allen voran natürlich die Nachrichten und die Werbung, wobei diese bei weitem nicht mehr so satirisch ist, sondern eher geprägt von schwarzem Humor ist, wie man vor allem bei der Sonnencreme Werbung sieht.
Leider hat man aber auch scheinbar versucht, den Film mehr für das Mainstreampublikum zu gestalten. So wird ungefähr der Mitte des Films plötzlich auf recht seichten Humor gesetzt, als OCP Robocop zusammenbaut und ihn mit völlig absurden Verhaltensregeln voll stopft, so dass er Gauner belehrt, dass sie doch brav sein sollen und lieber auf Raucher losgeht, weil die ja eine viel größere Gefahr darstellen. Richtig lustig wirkt das aber nicht, eher sehr aufgesetzt und einfach überflüssig.

Gut sind hingehen wieder die Schießereien und generell die Action, die unterhalten kann. Zum Glück hat man den Gewaltgrad auch beibehalten und auch sonst können zumindest fast alle Schauspieler wieder absolut überzeugen.

Einer der nicht überzeugen kann, ist der Schauspieler des wohl beschissensten Kindes der gesamten Filmgeschichte. Man muss sich das mal vorstellen, dieser Film ist nicht von Disney, aber trotzdem hatten die Macher diese furchtbar „geniale“ Idee, einen vorlauten, dummen 14jährigen Bengel zum Boss einer Drogenorganisation zu machen. Kinder in Filme nerven ja generell, hier nervt aber noch mehr, weil Robocop ihn nicht mal über den Haufen schießen darf, weil er ja Kindern nichts antut. BULLSHIT. Hätte Verhoeven den Film gedreht, hätte Robocop das Balg mit einem sauberen Headshot ins Nirvana befördert und noch einen zynischen Spruch abgelassen.
So darf man sich den aber fast den ganzen Film über ansehen und feststellen, dass der „Schauspieler“ ein Meister des Overactings ist und ja, das zieht den Film ganz derb nach unten.

Leider hat man auch davon abgesehen, das Robocop eben nach wie vor in Wirklichkeit Alex Murphy ist. Die ständigen Flashbacks fielen weg und das einzige Mal, wo das Thema gezeigt wird, ist als seine Frau auftaucht, was in einer viel zu langen Szene mündet, die auch irgendwie völlig lahm ist.

Robocop 2 hat zumindest noch ein paar nette Szenen, gute Shootouts und ist somit keine absolute Katastrophe. Der Rest nervt dafür aber um so mehr und wenn man diesen Film mit Teil 1 vergleicht, kann man nur zum Schluss kommen, das dieser Film einfach nicht gut ist.

Bewertung
5,5/10
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