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Die Zukunft - mal wieder - und mal wieder sieht alles nicht so toll aus. Detroit ist ja auch in der Gegenwart schon eine der gefährlichsten Städte der USA, aber in der Zukunft wird alles noch übler. Eine Verbrechenswelle überrollt die Stadt. Die Polizei ist schon längst in den privaten Händen das Unternehmens OCP. Die Polizisten sind unterbesetzt und überarbeitet, so das OCP ein neues System zur Verbrechensbekämpfung vorstellt, den ED-209, ein großer Kampfroboter. Bei der ersten Präsentation geht aber alles schief und so erschießt ED-209 einfach mal ein Vorstandsmitglied. Das ruft Bob Morton auf den Plan, der einen eigenen Plan hat, er will einen Roboter namens Robocop bauen. Zur gleichen Zeit fährt Polizist Alex Murphy mit seiner Partnerin Ann Lewis Streife und verfolgt eine Verbrecherbande in eine alte Fabrik. Dort laufen sie aber schnell in eine Falle und Alex wird ganz brutal hingerichtet, lebt aber noch ein kleines bisschen und so kann man wenigstens sein Gehirn noch weiterverarbeiten und Robocop wird erschaffen.
Paul Verhoeven ist ja bekannt für Filme die sowohl kontrovers als auch gesellschaftskritisch sind und Robocop macht da keine Ausnahme. Betrachtet man die Handlung, denkt man wohl erstmal, dass hier ein sehr brutaler Sci-Fi Streifen wartet, der anspruchsloser nicht sein könnte. Sieht man sich den Film dann aber an, stellt man doch recht schnell fest, dass es mehr zu bieten hat, als nur die oberflächliche Brutalität.
Interessant sind ja schon die immer wieder eingestreuten Fernsehnachrichten, die satirisch über Konflikte berichten. Unterbrochen werden die Nachrichten von Werbespots, die meist reale Firmen zum Vorbild haben. Selbst der Brettspielhersteller MB wird hier aufs Korn genommen. Diese Spots sind auch die einzigen witzigen Momente des Films, denn ansonsten wird alles recht düster und trostlos dargestellt. Die große Stärke von Robocop ist auch die dargestellte Welt. Anders, als andere Sci-Fi Streifen, wo dann plötzlich Raumschiffe, Laser usw. auftauchen ist hier alles recht real gehalten. Man hat einfach existierende Alltagsgegenstände genommen und sie ein wenig modernisiert. Die Autos sehen tatsächlich realistisch aus und die zur damaligen Zeit auf dem Markt erhältlichen Laserdiscs hat man einfach verkleinert, so dass sie aus heutiger Sicht an DVDs erinnern. Das sorgt auch dafür, dass der Film trotz des Alters nicht angestaubt wirkt.
Die Brutalität ist recht hoch, vor allem am Anfang bei der Panne des ED-209, dieser Moment wird aber sofort in die Absurdität getrieben, als sich der Leiter des Projects das Ganze mit einem einfachen „Fehler passieren in der Entwicklung nun mal“ abtut und sich andere Vorstandsmitglieder nur darüber Sorgen machen, ob sie nun ihre Delta City Pläne verschieben müssen. Solche Szenen gibt es immer wieder. Ein Geiselnehmer droht seine Geiseln zu töten, während die Polizei außerhalb des Gebäudes steht. Damit dem Geiselnehmer nicht zu langweilig wird, fordert er eine Lieferung Kekse und Milch. Interessant ist auch die Wandlung von Robocop, während er Anfangs eben eine Maschine ist und seinen Befehlen folgt, dringt später immer mehr der Geist von Alex Murphy durch und Robocop erinnert sich an sein menschliches Ich, hat Flashbacks an seine Familie, aber auch an seine Ermordung. Robocop ist eben keine normale Maschine wie der Terminator.
Die Darsteller können auch recht überzeugen, obwohl hier die ganz großen Stars fehlen. Aber zumindest schaffen es die Bösewichte auch, dass man sie sehr schnell hasst. Vor allem Kurtwood Smith als Anführer der Gang, Clarence Boddicker, kann sehr überzeugen.
Bleibt eben die Feststellung, das Robocop zu Recht ein Kultfilm und Klassiker ist, der eben mehr zu bieten hat, als man nach oberflächlicher Betrachtung vermuten möchte. Ansehen sollte man sich den Film im Director’s Cut und natürlich im Originalton, alles andere hat keinen Sinn.
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