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Rocky V PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
29.04.2007

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Die Kuh wird solange gemolken, bis sie tot umkippt sagt man. Am Ende von Teil 4 war sie wohl nur im Koma und so geht noch ein bisschen was.

Mit Teil 5 wollte man wieder den Schritt zurück wagen und gleichzeitig einen Schritt nach vorne machen. Kann so etwas klappen? Vielleicht. Hier klappt es jedenfalls nicht.

Rocky ist nach dem Sieg über Drago wieder zu Hause und darf erstmal feststellen, dass Paulie sein ganzes Geld an einen dubiosen Finanzmakler verloren hat. So steht Rocky wieder auf der Straße, ganz unten und wie am Anfang. Damit das Ganze noch extra dramatisch wird, darf er auch nicht mehr Boxen weil er wohl mittlerweile zu oft was auf  den Kopf bekommen hat. Das müssen wohl noch Spätfolgen von Teil 3 sein.
Aber Rocky gibt nicht auf. Er übernimmt einfach die Boxschule von Mickie und will nun als Trainer erfolgreich werden. Natürlich findet er auch bald ein großes Talent mit dem wunderbar ausgefallenen Namen Tommy Gunn. Diesen will Rocky nun an die Spitze bringen, vernachlässigt dabei aber natürlich seine Familie und Gunn wird schnell größenwahnsinnig und behauptet, auch ohne Rocky auskommen zu können.

Sylvester Stallone mag den fünften Teil selbst nicht. Das sagt er in nahezu jedem Interview und man es nachvollziehen. Aber warum wurde dieser Film dann überhaupt produziert?
Dabei hätte man aus der Geschichte wohl einiges machen können, aber vielleicht waren die altbekannten Charaktere gerade dank Rocky IV schon zu unglaubwürdig. Der ehemals reiche Rocky lebt jetzt ärmlich irgendwo im Ghetto? Ist er nicht immer noch populär, um z.B. in Filmen auftreten zu können oder für Werbefilme zu agieren? Dass ein zweifacher Boxweltmeister einfach so aus dem Rampenlicht verschwindet und nach Minuten schon vergessen ist, wirkt merkwürdig.
Und diese Unglaubwürdigkeit findet man in nahezu allen Szenen wieder. Würde Rocky seinen Sohn wirklich so extrem vernachlässigen, weil er seine Zeit lieber an einen Boxer verschwendet? So herzlos wirkte er in keinem Film zuvor.
Auch Adrian und Paulie sind uninteressanter geworden, wahrscheinlich würde nicht mal auffallen, wenn sie gar nicht da wären.
Schauspielerisch geben die sich aber zumindest noch Mühe, was man von Tommy Morrison so gar nicht behaupten kann. Dieser ist zwar auch in der Realität Boxer aber meilenweit von einem Schauspieler entfernt, so dass er mit seiner dilletantischen  Darbietung von der ersten Sekunde an nervt.

Zu Recht war dieser Film also ein großer Flop.

Bewertung
3/10
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