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Rollerball PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
01.04.2007

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Die Zukunft ist düster. Zumindest in den allermeisten Filmen. Auch Rollerball zeichnet eine recht düstere Zukunftsvision. Die Welt wird nicht mehr von Politikern regiert, sondern von einem Konglomerat globaler Konzerne, die sich alle auf ein Produkt spezialisiert haben. Im Tausch für Luxus und Sicherheit gibt die Menschheit praktisch alles auf, vor allem die Individualität, welche von den Konzernbossen auch so gar nicht gern gesehen wird. Damit die Menschen nicht irgendwann rebellieren, werden sie ruhig gestellt und das geht am besten mit Sport und wie es für Zukunftsvisionen so üblich ist, ist die Sportart natürlich möglichst Brutal. Rollerball heißt sie und ist eine Art Erweiterung der altbekannten RollerGames, nur dass noch ein Ball und Motorräder ins Spiel kommen. Den Ball muss man natürlich in ein Tor befördern.
Wie es beim Sport so üblich ist, gibt es meist einen Sportler der besonders hervorsticht. In diesem Fall ist es Jonathan E., der so gut in dieser Sportart ist, dass die Menge nicht mehr seinem Team zujubelt, sondern nur noch ihm. Das ist natürlich gar nicht toll, findet vor allem Teambesitzer und Konzernchef Bartholomew, er möchte Jonathan beseitigen und das soll auf dem Spielfeld geschehen, damit es die jubelnde Masse gleich noch direkt mitkriegt. Da Jonathan aber eben so gut ist, dass die Gegner meist eh keine Chance haben, werden flugs die Regeln geändert, also die letzten paar, die noch vorhanden sind…

Mittlerweile könnte man fast sagen, dass Rollerball zur Realität wurde. Vielleicht reagieren heutzutage die großen Konzerne nicht so offensichtlich die Welt und Fußball ist auch nicht so brutal wie der hier gezeigte Sport, aber der Rest, vor allem die Kritik an der Gesellschaft trifft richtig gut ins Schwarze. Hier wird eine Gesellschaft gezeigt, voller Menschen die sich alle gleichen, die Individualität ist tot und man lebt gut damit. Aber der ist auch für das Partyvolk völlig egal, denn sie haben ja ihre Parties, ihre Drogen und eben Rollerball. Würde man in dem Film noch das Thema Sex dazustellen, hätte man einen Film der die Welt 30 Jahre später zeigt. Aber zumindest gibt es ja noch, ähnlich wie Jonathan im Film, Menschen, die sich das nicht bieten lassen und nicht blind irgendwelchen Trends und Vorschreibungen hinterher rennen.

Interessant bei Rollerball war auch die Kritik, natürlich störten sich damals die meisten Menschen an der Gewalt, weil sie ja so brutal wäre und sinnlos. Ist sie sinnlos? Eigentlich nicht, denn es ist nun mal so, dass der Mensch von Gewalt angezogen wird und praktisch wird hier nur das gezeigt, was im alten Rom früher so üblich war. Die Menschheit strömte ins Kolosseum, um dabei zu sehen, wenn Menschen getötet werden.

Über den Film selbst muss man nicht mehr viel sagen, er ist sehr gelungen, wenn auch nicht perfekt, da es dann doch einige Längen gibt und man das Gefühl hat, manche Dialoge wurden unnötig in die Länge gestreckt. Extrem gelungen dafür die Rollerballszenen, die mitreißend inszeniert sind und gerade bei diesen chaotischen, gefährlichen Szenen muss man auch den Schauspieler und Stuntleuten großes Lob für ihre Leistung aussprechen.

Bewertung
9/10
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