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Gibt es den perfekten Mord? Diese Frage haben sich wohl schon viele Mörder gestellt. Wie schafft man es, einen Menschen zu beseitigen, ohne dass einem die Polizei auf die Schliche kommt? Patrick Hamilton ging dieser Frage ebenfalls nach, allerdings verpackt in ein Bühnenstück, das wiederum inspiriert wurde von Nathan Leopold und Richard Loeb, die 1924 einen Menschen umbrachten um zu sehen, ob sie den perfekten Mord schaffen. Aufgegriffen wurde das Bühnenstück 1948 von Alfred Hitchcock.
Rope ist dabei ein sehr einzigartiger Film, ist er doch aufgebaut wie ein Bühnenstück und wirkt, als wäre er in einer einzigen Aufnahme entstanden. Das täuscht allerdings, wobei zehn unauffällige Schnitte in etwa 81 Minuten erstaunlich wenig sind.
Die Hauptfiguren sind Brandon Shaw und Phillip Morgan. Sie wollen das perfekte Verbrechen begehen und haben schon einen kompletten Plan ausgearbeitet. Ihr Ziel ist ein ehemaliger Schulkollege, der stranguliert und in eine Kiste, im Appartement der beiden gepackt wird. Kurze Zeit später findet dort eine Party statt, wo ehemalige Schulkollegen und auch der Lehrer Cadell geladen sind. Das Ganze läuft erstmal ganz gut, bis sich die beiden in Gespräche verstricken, die sich auch um Mord drehen. Cadell kommt den beiden so langsam auf die Spur.
Rope ist ein Film, der mehrere Dinge auf einmal beweist. Man braucht keine ausgefallene Handlung, um einen spannenden Film zu erzeugen, denn es steht eben nur ein Mord im Mittelpunkt. Auch zeigt der Film sehr schön, dass man kein hohes Tempo oder irrwitzig viele Schnitte benötigt, damit es nicht langweilig wird. Hitchcock-typisch ist der Film recht langsam inszeniert und lebt in erster Linie von den Gesprächen der Gäste und eben den Emotionen der beiden Mörder, wie sie sich bei Fragen verhalten und das zumindest einer der beiden langsam Schuldgefühle bekommt. John Dall und Farley Granger spielen die Hauptrollen und machen ihre Sache exzellent. Ebenso kann James Stewart als ehemaliger Lehrer voll überzeugen. Die anderen Leute sind eigentlich nur Statisten, der ganze Film dreht sich um diese drei Personen.
Zur damaligen Zeit sorgte Rope auch für Aufsehen, obgleich der Film ja recht harmlos ist. Aber dass die beiden Mörder in einem Appartement zusammen wohnen und das Ganze eben an die Tat von Loeb und Leopold angelehnt ist, war Grund genug für einige Kinos den Film erst gar nicht zu zeigen.
Hitchcock selbst war mit diesem Film gar nicht zufrieden und bezeichnete ihn als „idiotischen Versuch“. Ein Klassiker ist er trotzdem geworden und auch wenn der Film nicht so ganz an seine besten Werke heranreicht, ist er doch sehenswert.
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