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Kingdom of Desire
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She PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
29.01.2009

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Henry Rider Haggard war einer der bekannteren britschen Autoren des 19. Jahrhunderts. Seine bekannteste Figur dürfte Quartermain sein, der eine direkte Inspirationsquelle für Indiana Jones war. Er schrieb auch die Romane rund um She, die unzählige Male verfilmt wurden, das erste Mal bereits 1899.
1982 entstand She mit Sandahl Bergman in der Hauptrolle. Was dieser Film mit Haggards Romanen gemeinsam hat? Nichts, bis auf den Titel.

Stattdessen ist dieser Film ein bizarres Trashvehikel in bester Ed Wood Manier. Der Film spielt irgendwann im Jahr 23 nach dem Ende und die Welt befindet sich mal wieder in einer Post-Apokalypse. Einer sehr verwirrenden, bizarren Post-Apokalypse. In einem Dorf werden Cornflakes Packungen verkauft, unzählige Leute haben nichts besseres zu tun, als den ganzen Tag headbangend She She She zu rufen. Die Bewohner bestehen aus den üblichen Amazonen nebst Rittern, Nazipunks, Römerpunks, Kickboxern, Mutantenzombies, Zombiemutanten, Frankensteins Monster und anderen Absurditäten, die mit Schwertern, Knüpeln, Harpunen, Kettensägen und Regenschirmen kämpfen. Die ersten 10 Minuten allein sind schon bester Trash.

She ist wohl so eine Art Göttin, kann aber eigentlich nichts außer sich anbeten und in  Kämpfen aufschlitzen lassen. Daneben gibt es noch zwei Typen, die wohl die Hauptfiguren sein sollen, sie suchen irgendeine Tussi die entführt wurde. Oder irgendwie so, der Film macht schon nach 5 Minuten keinen großen Sinn mehr und es wird gar nicht geklärt, warum sich She denen nun anschließt und warum sie wenige Minuten zuvor auf einem Schrottplatz noch gegen Ritter (die grunzend aus großen Kisten hüpfen) und Frankensteins Monster kämpfte, dessen Kopf explodierte. Dann stecken alle drei plötzlich in einer Kammer samt bewegender Wand und es stürmen Amazonen der Marke Genauso blond wie dumm an, da sie mit ihren Schwertern rumfuchteln aber scheinbar nicht so ganz begreifen was Hebel und Knöpfe sind. Allein diese Mischung aus Amazonen und der Fabrik ist bizarr.
Es wird immer schwerer dem Film zu folgen, nichts macht hier Sinn und man bekommt schnell den Eindruck man hat einfach alle Szenen irgendwie aneinandergefügt.
Unserer lustige Dreiertruppe trifft auch im weiteren Verlauf der gut 100 Filmminuten auf absolut einzigartige Gestalten, darunter Kommunistenmönche, deren Anführer grün leuchtende Augen kriegt, was dafür sorgt, dass alle Leute, die er ansieht an die Wand fliegen und dort kleben bleiben.

Das ist alles gerade mal die Spitze des Eisberges, ich habe selten so viele abgefahrene Figuren auf einem Haufen bzw. in einem Film gesehen.
Unterlegt wird das Ganze nicht nur durch meist dümmliche Dialoge sondern auch noch von Musik die zwischen Rock und Disco hin und her springt. Am Soundtrack beteiligt war auch noch Rick Wakeman von Yes.  

Als Fazit bleibt nur zu sagen: Ansehen. Dieser Film ist absoluter Megatrash der verwirrenden Sorte.

Bewertung
9,5/10
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